THEMA: Bekanntes + Neues - Unser 2018er BOT-NAM-4x4-Trip
04 Jul 2018 08:07 #525089
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  • ALM am 04 Jul 2018 08:07
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@Hermann

Bei der Einreise nach Botswana werden National Road Safety Fund (50 BWP), Motor Vehicle Insurance (50 BWP) sowie Road Transport Permit (117 BWP) für einen "double entry" --> Einreise nach Botswana + Ausreise aus Botswana +Wiedereinreise nach Botswana fällig.

@Flori

Das mit "Pech haben" liegt selbstverständlich stets im Rahmen des Möglichen und kann somit nie ausgeschlossen werden.
Daß wir jedoch bereits das dritte Mal "Pech" hatten und die von uns dieses Mal im Elephant Sands vorgefundenen Fakten von uns als der Gipfel des Unerträglichen empfunden wurden, ließ für uns nur den einen Entschluß aufkommen: Nie mehr.
Dabei ging und geht es in erster Linie nicht um die Elefanten; vielmehr um das "urbanistischen" Unzulänglichkeiten und des nicht existenten Managements seitens des Campbetreibers diesen etwas entgegen zu setzen.
Wer Lust hat, nicht nur den Lärm von der nahen Straße zu erleben, sondern sich mit einem "Jeder-macht-was-er-will" der Übernachtungsgäste sowie einer minimalistischen Ablutionsituation arrangiere kann, der ist in Elephant Sands meines Erachtens bestens aufgehoben.

Gruß vom Alm
Letzte Änderung: 04 Jul 2018 08:08 von ALM.
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08 Jul 2018 09:39 #525448
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Hi, ALM!
Danke für deinen launigen Bericht!
Nach Elephant Sands würden mich keine 10 Elefanten hinkriegen...
:silly:

LG lilytrotter
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08 Jul 2018 13:13 #525466
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  • Jambotessy am 08 Jul 2018 13:13
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:laugh: :laugh: :laugh: :laugh: :laugh:

danke für diese herrliche Beschreibung des "Elephant Sands". Für heute habe ich jetzt Lachfalten genug! Mein Mann hat mich anfangs misstrauisch beobachtet, erst als ich ihm den Bericht laut vorgelesen habe, konnte er meine Lachattacken verstehen.

Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)

1x Togo+Benin (mit TUI), 1x Ruanda+Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 17 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe,Sambia, Südafrika mit dem Dachzelt)
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10 Jul 2018 22:53 #525752
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Danke Alm,
bin gerade erst wieder zu Hause.

Gruß
Hermann
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13 Sep 2018 14:34 #532559
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Moin, moin.

Nach einiger Abstinenz wieder hier.

Für die Interessierten... Nun geht es Stück für Stück weiter mit dem Reisebericht.


15. Tag

Auf geht’s nach Erindi.

Abfahrt Okaukuejo 7.20 Uhr. Kaum aus dem Camp auf dem Weg nach Outjo/Otjiwarongo erspähen wir den Verursacher des nächtlichen Gebrülls. Ein properer Löwenmacho stolziert Richtung Okaukuejo Gate und im Hintergrund erblicken wir die dazugehörigen zwei Damen. Ein netter Etosha-Abschluß – ohne Zweifel.

In Otjiwarongo hielten wir des Einkaufs wegen im Spar. Zunächst aber begingen wir uns aber auf die Suche nach einem Café, in welchem wir 2012 auf unserem Weg vom Waterberg nach Rundu Einkehrschwung hielten. Leider hatten wir die Örtlichkeit nicht mehr zugegen und so fuhren wir die B1 erst gen Süden und dann gen Norden. Aber leider fanden wir dieses nette Café mit Wänden aus viel Glas nicht mehr. Bad luck, daß wir es nicht in unserer Agenda aufgenommen hatten.

Am frühen Nachmittag (14.00 Uhr) kamen wir also über die D 2414 in Erindi an. Dort hatten wir für zwei Nächte eine Campsite des Camp Elephants gebucht. Wir bekamen von einer wieder mal launigen Dame an der Rezeption die Campsite Nr. 19 ganz außen zugewiesen. Ein nettes Plätzchen. Sehr gepflegtes Dusch- und Toilettenhäuschen und schöne Aussicht auf die Umgebung. Brennholz mit Selbsttransport gibt es im Shop neben der Rezeption.
Der Preis von 1.032 NAD pro Nacht war üppig und wir hofften also, daß der Rest des Camp Elephants diesem Wert entsprechen würde. Auf unserem Rundgang konnten wir feststellen, daß der Gesamtkomplex wirklich sehr, sehr gepflegt ist. Das Areal der Swimming Pool war groß und mit Schattendächern und Liegen ausgestattet. Der kleine angelegte Teich zog Elefanten und anderes Getier an. Im Dümpel fleetzte sich ein Flußpferdpaar. Ungewöhnlich für diese karge, trockene Gegend.
Alles in allem wirklich sehr nett und ansprechend das Camp Elephant.

Wir sprachen an der Rezeption vor und liesen uns erklären, welche Möglichkeiten es denn gäbe, das Erindi Private Reserve auf eigene Faust zu erkunden. Antwort: Der Tagespreis für in Eigenregie durchgeführte Pirschfahrten auf detailliert in einer Karte definierten Wegen im Reservat kostet pro Tag 300 NAD. Ein Blick auf die Map überzeugte uns nicht, daß es sich zu diesem Preis lohnt, die paar Pisten abzuklappern. Wir verzichteten somit darauf und buchten stattdessen für den nächsten Tag einen vom Camp organisierten Evening Game Drive, welcher uns sogar zur Old Traders Lodge führen sollte. N.B. Dieser Bereich und der Weg dorthin ist für die Camper nicht zugänglich.

Den restlichen Tag verbrachten wir dösend und lesend an den Swimming Pools und in unserem Camp.
Letzte Änderung: 13 Sep 2018 14:37 von ALM.
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13 Sep 2018 16:11 #532567
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16. Tag

Erindi Total

Trotz daß alle Campsites belegt waren, gab es verhältnismäßig wenig von menschlicher Seite resultierende Geräusche. Zumindest was das Camp anbelangt, denn die nahe am Camp vorbeiführende D2414 tat ihr Bestes, um für Lärm auch in der Nacht zu sorgen. Die vorbeirauschenden Fahrzeuge generieren, klar, Lärm und da die D2414 als first in zu betrachten ist, kann ich nur aussprechen, daß die Entscheidung, das Camp Elephant dort zu platzieren nicht unbedingt das Gelbe vom Ei war. Hierzu sei noch geschrieben, daß das Camp relativ neu ist. Ohne mit jemandem darüber gesprochen zu haben, denke ich, daß die Campsite früher eher im Bereich oder der Nähe der Old Trades Lodge angesiedelt war und dort war und ist man weit weg von den das Erindi Private Reserve durchfahrenden Autos und somit weit weg von dieser Art der Geräusche. Unserer Meinung nach hätte Erindi aber bestimmt auch ein ruhigeres Fleckchen Erde geboten, um das Camp Elephant zu errichten.

Den Vormittag verbrachten wir am Wassertümpel und verlustierten uns dann nach einem selbstgemachten Lunch anschießend an den Pools. Relaxen hoch 10 also. Am späten Nachmittag fanden wir uns dann an der Rezeption ein, um am Evening Game Drive teilzunehmen. Wenn ich mich recht entsinne, dann kostete dieser 300 NAD pro Nase. Mit uns beiden waren noch zwei südafrikanische Paare von der Partie. Trotz unseres nicht mehr ganz so jugendlichen Alters trug unsere Präsenz dazu bei, daß Durchschnittsalter der teilhabenden Passagiere auf gefühlt 80 Jahre zu drücken. Die burischen Golden Girls versuchten in einem Wettkampf sich gegenseitig damit zu übertrumpfen, mehr Schbrinnghooos und Yyyympooolaaa als die andere zu sichten und die Sichtungen dann auch lautstark zu kommunizieren. Wir vermuteten, daß die beiden Gatten als Wettkampfrichter penibel Buch zu führen hatten, um später dann die Siegerin auszuloben. Bei jedem Schbrinnghooos hielt der Fahrer abrupt an und versicherte sich mit zunächst einem Blick in den Rückspiegel und anschließender direkter Inaugenscheinnahme, daß es sich bei dem Ausruf nicht um ein Anzeichen eines sich anbahnenden Herzinfarktes drehte. Schrecklich! Wir hatten null Vorstellung, wie viele Springhasen sich in Erindi aufhalten hätten können. Nun sind wir diesbezüglich weise und firm genug, um hier enzyklopädische Ausführungen zu Papier bringen zu können. Abwechslung dagegen war der Fakt, daß mit dem vom Camp durchgeführten Game Drive selbst kleinste, kaum auszumachende Pisten befuhren wurden. Dies sollte zur Folge haben, daß wir von Erindi einen wirklich guten Eindruck gewinnen konnten. Zahlreiche Elefantenherden und mächtige Giraffenbullen. Selbst eine Löwin lief uns im wahrsten Sinne des Wortes über den Weg, um sich seitlich zu uns ins hohe Gras zu legen und uns zu beobachten. Höhepunkt für uns war die Sichtung des Wild Dog-Rudels, welches sich in einem vom übrigen Reserve abgetrennten Teil hinter der Old Traders Lodge befand. Wir konnten gar nicht das Schiebtor aufmachen, denn die ganze Hundefamilie lag direkt dahinter. Auf unserm Rückweg zum Camp Elephant dann ein weiterer Höhepunkt. Kurz nachdem wir die Old Traders Lodge hinter uns gelassen hatten, stolperten wir quasi über ein Löwenbruderpärchen, welches sich mitten auf der Pad breitmachte. So nah hatten wir den Panthera leo noch nie zu Gesicht bekommen. Unglaublich! Unsere Freude darüber wich, nachdem die Burenladies wieder anfingen, Ihre Insignificat-Animal-Sighting-Competition fortzusetzen. Der Fahrer sah sich genötigt, bei jedem Schrei: Southern-white-faced-scops-owl !!!! scharf zu bremsen, nach der Unversehrtheit der Damen zu linsen, um dann den Scheinwerfer anzuzünden und auf den armen Eulenvogel zu richten. Alles in allem haben wir diesen dreistündigen Game Drive genossen. Vielleicht auch gerade wegen der bizarren Mitpassagiere.

FORTSETZUNG MIT FOTOS AUS ERINDI FOLGT
Letzte Änderung: 13 Sep 2018 17:58 von ALM.
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