Kurzbericht Kaokoveld Mai 2018

Reisebericht 62 Antworten · 18,5k Aufrufe · gestartet 15. Juni 2018 von La Leona
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #1
Mitte Mai bis Anfang Juni waren wir in Namibia unterwegs um unser 25. Jubiläum im Kaokoveld zu feiern. Es war eine pure Camping Reise, nur am Ankunftstag in Windhuk gönnten wir uns ein Bett im Tamboti Guest House. In diesem Kurzbericht möchte ich unsere aktuellen Erfahrungen und Bewertungen der Camp Sites teilen und ein paar Bilder einstellen wie wir im Mai die Strassenverhältnisse angetroffenen haben.

Wir übernachteten überall jeweils nur eine Nacht, ausser in der Kunene River Lodge zweimal.
Auch bei den vorausgebuchten Camp Sites wurde uns erst am Ankunftstag der jeweilige Stellplatz zugeteilt, ab und zu durften wir uns auch selber den Platz aussuchen:

Bambatsi Gästefarm, Camp Biro, vorausgebucht
Palmwag Lodge C4, vorausgebucht
Camp Aussicht C4, vorausgebucht
Kunene River Lodge C4, vorausgebucht
Omarunga Lodge C5
Opuwo Country Lodge C3
Marble Camp C3
wild camp Hartmann's
Camp Syncro C5, vorausgebucht
Purros Community Campsite C3
Palmwag new overflow C15
Brandberg White Lady C16
Erongo Plateau Camp C3 Francolin
Teufelsbach River Camp, vorausgebucht

Ich werde zudem meine Eindrücke von weiteren Camp Sites einstellen auf denen wir zwar nicht übernachtet, sie uns aber angeschaut haben: Bambatsi Camp Gik, Camp Xaragu, Epupa Falls Camp Site, Omandunga Cave.

Es wird wie immer kurz und bündig.
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 03. März 2023
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #2
Das Camp Biro erreicht man über einen sehr steilen und etwas steinigen 4x4 Track. Das Camp liegt wunderschön hoch oben auf einem einsamen Hügel innerhalb der Gästefarm Bambatsi. http://www.bambatsi.com/de/. Es gibt nur diesen einen Stellplatz dort oben, er wäre aber gross genug für zwei Fahrzeuge. Es hat eine gemauerte Feuerstelle und ein Plastiktisch mit Stühlen. Eine open air bucket-shower, eine freistehende Badewanne und ein chemisches porta poti sind die sanitären Anlagen. Wasser wird (normalerweise) in einem Zinnkübel bereitgestellt. Es gibt kein fliessend Wasser, nur die Menge die man oben vorfindet. Sehr gutes Feuerholz wird in grosszügiger Menge für die Grill- und Feuerstelle und den kleinen Donkey bereitgestellt. Preis pro Person N$ 160.

Obwohl wir diese Camp Site frühzeitig direkt bei der Besitzerin per email reservierten wurden wir am Ankunftstag gebeten das Camp Gik zu beziehen, welches unten in der Ebene liegt und aus mehreren Stellplätzen besteht. Weil die Besitzer gerade abwesend waren war ein netter Angestellter beauftragt worden uns dies mitzuteilen. Als wir nach dem Grund fragten war die Antwort dass die Elefanten die sanitären Anlagen zerstört hätten. Ohne den guten Mann in eine heikle Lage zu bringen fuhren wir auf gut Glück und weil es erst 16 Uhr war trotzdem mal hoch und fanden eine tip top saubere Anlage vor, aber eben ohne Wasser. Das war für uns das kleinste Unglück, denn wir hatten genügend eigenes Waschwasser mit im eingebauten Wassertank. Somit entschlossen wir uns hier zu bleiben. Und haben es nicht bereut, die Fernsicht, die Bell-Geckos, der Sternenhimmel, traumhafter könnte ein Camping-Urlaub nicht beginnen. Wir fanden keinerlei Spuren von Elefanten.


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Fazit Bambatsi Camp Biro 5/5 * location, location, location. Für uns war es eine ideale Fahrstrecke für den ersten Tag. Insgesamt gute 400km. Wir fuhren um 9 Uhr in Windhuk ab, tankten in Okahandjia voll an der Shell, machten eine obligatorische Verpflegungspause in der Outjo Bakery und kauften dort im neuen Spar welcher sich den selben Parkplatz teilt hinter der Bäckerei noch letzte Dinge ein und erreichten Camp Biro um 16.30 Uhr. Inge Hälbich entschuldigte sich bei uns als wir am nächsten morgen zum Farmhaus zum bezahlen fuhren und erliess uns N$20 weil wir oben im Camp Biro kein Wasser hatten, von den Elefanten sprachen wir nicht mehr.
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 15. Juni 2018
2'097 Beiträge · seit 200615. Juni 2018 · #3
Hallo ihr zwei,

bei eurem (hoffentlich nicht allzu kurzen) Kurzbericht sind wir gerne dabei. Die Tour klingt ganz nach unserem Geschmack.

Vielen Dank schon für die ersten Eindrücke. Camp Gik hatten wir letztes Jahr auch schon im Auge.

Liebe Grüße
Uwe und Ruth
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
1'674 Beiträge · seit 201215. Juni 2018 · #4
Hallo La Leona,
ich freue mich auf deinen Bericht.

Camp Biro (Bambatsi) sieht sehr gut aus.
Wir haben Bambatsi in nicht guter Erinnerung. Als wir es 2009 (!) besuchten, gefielen uns die abfälligen Bemerkungen der Inhaber gegenüber der schwaren Bevölkerung überhaupt nicht.
Nun weiß ich nicht, ob die Inhaber seit dieser Zeit gewechselt haben oder ob sie vielleicht ihre Meinung geändert haben?!
Ansonsten wäre es für uns trotz toller Lage keine Option.
Allerdings lese ich in letzter Zeit des Öfteren positive Berichte über die Farm.

Danke fürs teilen.
Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200715. Juni 2018 · #5
Liebe Eulenmuckels, schön dass ihr mit dabei seid. Camp Gik ist in meiner Sicht ok als Zwischenstop auf der Durchreise, jedoch nicht mehr. Die Anfahrt von der C39 ist in 5 Min bewältigt, man hat etwas Buschfeeling aber die Stellplätze sind für meinen Geschmack zu nah beieinander.

Liebe Dagmar, solch eine Erfahrung wäre auch für uns ein Grund einen wenn noch so schönen Ort zu meiden. Wir wurden von dem "contractor" welcher die Gästezimmer renoviert sehr freundlich empfangen. Er entschuldigte sich dafür dass er eigentlich nicht ein Bambatsi Angestellter sei. Ich habe mich überhaupt nicht mit der Geschichte und dem Hintergrund der Farm beschäftigt. Bei den Reisevorbereitungen kam mir eine Notiz in die Hand wo ich mal "Biro" aufgeschrieben hatte zusammen mit anderen Camp Sites "with a view". Ich lese übrig still und heimlich in eurem Süd Namibia Bericht mit, schöne Bilder von vielen schönen Orten die wir auch schon erleben durften. Vor allem teile ich eure Begeisterung des Richtersveld NP!
Gruss Leona
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200716. Juni 2018 · #6
Auf der Fahrt nach Palmwag regnete es in kleinen aber heftigen Gewitter fast den ganzen Tag über, in der Nacht schüttete es aus Kübeln und am nächsten Morgen waren immer noch schwere schwarze Wolken zu sehen und es lag ein mystischer Nebel auf der Wüste. Wir fuhren erst um 11 Uhr vom Farmhaus in Bambatsi weg, tankten in der Engen in Khorixas voll und machten ca. 50km vor Twyfelfontein im neuen Mirabellus Coffee Shop eine "technische" Pause. Total Fahrstrecke Bambatsi - Palmwag 225km, wir erreichten Palmwag um 17 Uhr. Reine Fahrzeit gemäss T4A 3 Std. 45 Min.....

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dieser Coffee Shop und 24 Tyre Repair Shop wird vom sehr gesprächigen und geschäftstüchtigen Eddie und seinen Töchtern seit erst 3 Wochen betrieben. In ganz Namibia gibts keine so sauberen Damentoiletten! Und der Kaffee schmeckt vorzüglich.


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Palmwag CS4 und C15 (overflow)

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Wir waren nun zum 5. Mal in Palmwag. In den 15 Jahren seit wir die Lodge und die Camp Sites kennen hat sich sehr viel getan: Besitzerwechsel, Vergrösserung, Renovationen, neues Konzessionsgebiet, etc. Der Zeltplatz ist nun eine eigene Einheit mit eigener Reception getrennt von der Lodge und hat 15 nummerierte Stellplätze. Es ist alles in Schwung und wird gut gemanagt und unterhalten. Alle Angestellten waren super freundlich und motiviert: Gate Guard, Receptionist, Mechaniker und sogar der Gärtner welcher uns sein Gartenschlauch leihte damit wir Wasser in den Tank einfüllen konnten.

CS4

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neue camp sites 11,12,13,

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entferntester site 13

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Palmwag Fazit: 4/5* Es hat sich gezeigt dass eine Reservation unbedingt sinnvoll ist. Beim ersten Aufenthalt wo wir eine Reservation hatten waren wir zwar lediglich 4 Paare auf 4 Stellplätzen und es herrschte ein kleiner Wettbewerb wer am wenigsten Lärm verursachen kann. Es war mucksmäuschenstill. Einfach unglaublich für solch einen emsigen und oft überfüllten Platz. Es fehlten echt nur die Bell-Geckos, die es früher hier auch gab. Beim zweiten Aufenthalt fuhren wir ohne Reservierung auf gut Glück wieder hin und hatten Pech. Wir bekamen nämlich den letzten noch freien und bei weitem schlechtesten Platz des neuen Areals, Platz Nr. 15 ohne Schattendach, ohne Spüle, ohne Sicht, nur eine lieblos gemauerte Braaistelle, ein 220V- Anschluss und eine Kalt-Licht-Glühbirne.

Es ist also stark davon abhängig welchen Stellplatz man zugewiesen bekommt. Platzreservationen sind zwar möglich, aber ohne Gewähr. Der Preis beträgt N$270 pro Person und das ist beinahe doppelt so viel was wir üblicherweise auf dieser Reise fürs campen bezahlten. Mir gefällt Palmwag trotz seiner Grösse. Ich weiss was mich erwartet und falls es friedlich ist nachts umso besser. Wer gerne Gebrauch macht von Swimmingpools und Bar oder sich auf einem Game-Drive rumkutschieren lassen will hat diese Zusatzleistungen und die Guides sind sehr gut. Wer mechanische Hilfe benötigt findet kompetente Mechaniker die sogar sehr viele Ersatzteile auf Lager haben. (Diesmal waren wir verschont von grösseren Pannen und mussten nur die Fixierung der Motorhaube regulieren lassen weil sie je nach Windrichtung stark "flatterte").
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2018
1'933 Beiträge · seit 200916. Juni 2018 · #7
take-off schrieb:
Wir haben Bambatsi in nicht guter Erinnerung. Als wir es 2009 (!) besuchten, gefielen uns die abfälligen Bemerkungen der Inhaber gegenüber der schwaren Bevölkerung überhaupt nicht.
Genauso haben wir es bereits 1997 erlebt und Bambatsi nie wieder in unsere Planungen aufgenommen (übrigens BüllsPort auch). Falls es tatsächlich einen Besitzerwechsel gab (oder geben wird) würden wir Bambatsi wieder besuchen, denn die Lage ist einfach toll.

Hallo La Leona,
wir sind zwar keine Camper lesen aber gerne deinen Bericht mit.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
339 Beiträge · seit 201516. Juni 2018 · #8
Hallo La Leona,

da wir im September für 23 Tage im Nordwesten unterwegs sein werden, kommt uns dein Bericht gerade recht.
Wir sind gespannt, ob wir noch im Camp Syncro übernachten können, oder ob wir auf die Community Campsite ausweichen müssen.
Habt ihr Infos ob das Camp schon an einen neuen Besitzer übergeben wurde ?
Auf die Bilder aus dem Hartmannstal freuen wir uns besonders.

Grüße Dennis & Anika
Reisebericht Mosambik 2018 Reisebericht Namibia 2016 Campsitebewertung Reisebericht Namibia 2017 Südost,Südwest&KTP Afrikareisen: Ghana,Burkina Faso,3xNamibia,Botswana,Simbabwe,Südafrika,Mosambik,Ägypten,1993 Kenia&Tansania,
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2018
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200716. Juni 2018 · #9
Liebe Lotusblume
Schön dass dich mein Bericht interessiert! Und deine noch weiter zurückliegende Erfahrung auf Bambatsi macht mich nachdenklich...
Gruss Leona
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200716. Juni 2018 · #10
hallo Mustangs
Wie es auf Camp Syncro weitergehen wird weiss ich nicht, Sarah und Baby Dylan reisen im Juni zurück in die Schweiz und Ryan wird im August Syncro verlassen. Ich habe Freunde die Ende August im Camp Syncro sein werden und mir bestimmt die News weiterleiten werden.
Wir machten nur sehr wenige Fotos auf dieser Reise, die meisten sogar nur mit den handys. Aber es gibt ein paar Aufnahmen die vielleicht vermitteln werden wie schön es dort im oberen Hartmann's Valley ist. Es war eindeutig das highlight unserer Reise.
Gruss Leona
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200716. Juni 2018 · #11
Die Palmwag Concession und den Crowther Trail kennen wir von zwei früheren Reisen auf denen wir uns eingehend mit dem Damaraland und dem Save the Rhino Trust befassten. Dieses Jahr entschlossen wir uns lediglich am Ende unserer Reise von Sesfontein her kommend, die Permits am nördlichen Aub Gate zu kaufen und gemütlich ein paar Stunden durch die Day Visitors Area bis zum Palmwag Camping zu fahren. Wir bezahlten N$70 pro Person und N$120 fürs Fahrzeug. Der Gate Guard David avisierte mit Eigeninitiative per Funk die Camping Reception um dort anzufragen ob noch Platz frei ist. Er bestätigte uns den letzten freien Platz. Weil es grad kurz nach halb vier nachmittags war konnte er zudem die Funkgespräche der Game-Drive Fahrer mithören und uns sagen wo die Löwen sind.

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hier noch ein paar Bilder von der Day Visitor Area

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und von der C43 zwischen Palmwag und Sesfontein, nach dem Regen

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Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 16. Juni 2018
5'480 Beiträge · seit 200918. Juni 2018 · #12
Hallo Leona,

in einem guten halben Jahr werden wir auch wieder im Kaokovelt unterwegs sein. Da lese ich natürlich mit Begeisterung jeden Bericht über diese Gegend.

Ist das nördliche Aub Gate der Abzweig bei I-1 und V-2 ( auf der Consession Map) von der Hauptpiste? Der war bei unserem letzten Besuch noch für die Allgemeinheit gesperrt, würde für uns aber perfekt passen, da wir von Khowarib nach Palmwag fahren und so die Day Visitors Area sehr gut in den Tag integrieren könnten.
La Leona schrieb:Der Zeltplatz ist nun eine eigene Einheit mit eigener Reception getrennt von der Lodge und hat 15 nummerierte Stellplätze.
Weißt Du, ob man als Camper weiterhin das Restaurant der Lodge nutzen kann?

Alles Gute
Thomas
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2018
796 Beiträge · seit 201518. Juni 2018 · #13
Hallo Leona,

danke für deinen Bericht und die vielen Infos. Ich lese sehr gespannt mit und hoffe du berichtest schnell weiter. Lange habe ich nicht mehr Zeit deinen Bericht zu folgen, da es für uns am Wochenende los geht. Wir werden in einigen Bereichen eurer Route folgen.

Gruß Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
1'523 Beiträge · seit 201118. Juni 2018 · #14
@ Thomas.....Frage

man kann (Pool Bar)...... 😄 😄 😄

lg......BMW
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200718. Juni 2018 · #15
Hallo Topobär schön dass du mitliest, ja das Aub Gate ist der Punkt auf der Karte östlich von I-1 und V-2. Nach unserem ersten Aufenthalt in Palmwag hatten wir sehr viel Zeit für die Etappe bis Camp Aussicht und fuhren allerlei Abstecher und machten Entdeckungen, so kamen wir an das neue Gate und erfuhren dass man hier auch die Permits erstehen kann. Somit stand der Plan für die Rückreise. Übrigens lagen an dem Morgen 8 Löwen auf der C43, bloss waren sie bereits wieder weg als wir an der besagten Stelle ankamen. Es soll eine sehr hohe Löwendichte geben in und um Palmwag und Etendeka.

In der Day Visitors Area lohnt es sich zuerst bis zu I-2 zum Aub Canyon zu fahren, vor allem wenn man schon kurz nach Mittag am Aub Gate eintrifft und wenn es generell trockener ist. Wir fuhren den Rhino Drive um dann zum Kawaxab Canyon zu fahren, diesen kannten wir nämlich noch nicht und ich fand die Gegend dort sehr abwechslungsreich. Die Tracks sind wenig befahren.

Als Camper kannst du nach wie vor im Restaurant der Lodge essen und auch die Sundwoner Terrasse davor benutzen, aber nur wenn die Lodge nicht ausgebucht ist. Das wird dir der Camping-Receptionist bei Ankunft bestätigen können. Diese Einschränkung gilt wie BMW richtig erwähnte, nicht für die Pool Bar, da bist du als Camper jederzeit willkommen.
Gruss Leona
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200718. Juni 2018 · #16
Hallo Dillinger, dann wünsche ich euch eine super Reise, am Liebsten würde ich grad wieder losfahren!
Gruss Leona
8'703 Beiträge · seit 201018. Juni 2018 · #17
Hallo Leona,

über diesen Bericht freue ich mich sehr, liefert er doch wertvolle Hinweise und Detailinfos für unsere angedachte Tour nächsten Sommer.

Da kommt schon mal mächtig Vorfreude auf 🙂.

Danke dafür und generell für's Berichten!

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200718. Juni 2018 · #18
Camp Aussicht
Geografisch zwischen Sesfontein und Opuwo Nähe der C43 auf 1500m Höhe ist es ein Ort der seinem Namen alle Ehre tut: Aussicht. Vom Süden her kommend wie auch von Norden führt eine private pad bis zum Camp. Die nördliche ist erheblich kürzer und in besserem Zustand.

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Die C43 ab Ongongo bis zum Abzweig nach Aussicht ist in einem schlechten Zustand und wurde noch nicht repariert seit dem Regen. Wir fahren oft nur 20-30km/h. Das Camp erreichen wir zudem über eine Umfahrung weil der ursprüngliche Track während dem grossen Regen ausgewaschen wurde. Der nördliche Abschnitt der C43 nach Opuwo ist in viel besserem Zustand.

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Die Stellplätze sind generell gegen Westen ausgerichtet, man "muss" nicht unbedingt auf den sundowner Hügel klettern, sondern kann auch vom eigenen camp site den Sonnenuntergang geniessen. So wie wir das sehen konnten teilen sich 1 + 2 sowie 3 + 5 je eine ablution und 4 verfügt über eine eigene Bucket shower und Plumpsklo. Wir entschieden uns für C4. C5 liegt oben und geniesst eine Rundsicht, hat weniger Schatten nebst dem gebauten Schattendach und ist dem Wind ausgesetzt. Feuerholz liegt bereit für den Mini-donkey und für die Feuerstelle.

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Der Übernachtungspreis betrug N$ 140, wir buchten vorab über eden at africaonline.com.na und bezahlten bar vor Ort. Marius Steiner begrüsste uns persönlich. Wer Interesse hat kann jeweils um 20 Uhr beim Haupthaus an der abendlichen Stachelschwein-Fütterung teilnehmen. An Geologie interessierte dürfen sich in der Dipotase Mine frei rumtümmeln und Spezimen sammeln. Es werden handgefertigte Schmuckstücke aus selbst gewonnenem Kupfer verkauft. Es gibt auch Gästezimmer, ich habe nicht gefragt ob man als camper unten essen könnte, denke das ist mit Vorbuchung sicher möglich.

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Fazit Camp Aussicht 5/5*. Grandiose Lage und Weitsicht, liebevoll angelegte Stellplätze gut durchdacht und von campern für camper gebaut. Man wird gebeten äusserst sparsam mit dem Wasser umzugehen da es sich um gesammeltes Regenwasser handelt.

Von Palmwag bis Aussicht sind es 150km und T4A gab dafür 3 Std. reine Fahrzeit an, wir benötigten dafür reichlich mehr Zeit. Wieviel genau weiss ich nicht mehr aber wir fuhren um 10 Uhr in Palmwag ab und kamen um 17 Uhr bei Camp Aussicht an, wir verdrödelten zwar etwas die Zeit und machten auch viele Pausen, aber ich würde auf jeden Fall 5 Stunden einplanen.
Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2018
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200718. Juni 2018 · #19
Liebe Bele, danke für deine Worte!
Gruss Leona
Themenstarter2'780 Beiträge · seit 200718. Juni 2018 · #20
Kunene River Lodge

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Camp Aussicht - Opuwo 85km, reine Fahrzeit 2 Stunden. Opuwo - Kunene River Lodge 135km, reine Fahrzeit 3 Stunden. Die C43 zwischen Opuwo und Epupa wurde stark beschädigt während dem letzten Regen, wurde jedoch in der Zwischenzeit repariert und neu geschoben. Die D3701 war in einem ausserordentlich guten Zustand. Das hat eventuell damit zu tun weil die Sodalith Mine seit wenigen Wochen wieder in Betrieb genommen wurde (Italienische Firma). Die Anfahrt über die letzten paar Kilometer zur Lodge findet wahlweise über die "all-weather road" oder die "river-road dry season only" statt.

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Die Kunene River Lodge war bis Anfang April wegen Renovationsarbeiten nach den Überschwemmungen geschlossen. Wasserstand betrug 1 Meter in der Reception.
Deck und Lapa sind neu. Die Türen in den Ablutions der Camper wurden gerade ersetzt, sonst sah man nur noch am Ufer Schlamm-Bruchkanten und Schwemmholz. Der Rasen wurde neu angepflanzt oder gesät, es war eine Riesenarbeit diesen schönen Garten wieder auf Vordermann zu bringen.
Wir bekamen für N$ 175 pro Person und Vorausbuchung über kunene at resdest.com C4 direkt am Wasser mit Stromanschluss, fliessend (Fluss)Wasser und einer gute Grill-Feuerstelle sowie einem Kehrrichteimer. Im Duschhaus gibt es rund um die Uhr heisses (Fluss)wasser in rauhen Mengen. Man kann seine Wäsche waschen und Geschirr spülen in separat dafür vorgesehen Waschbecken. Die Stellplätze sind grosszügig angelegt und bieten trozdem wenig Privatsphäre weil man eben doch relativ nah beeinander steht. Das Camp funktioniert als "quiet camp", das bedeutet während dem Curfew von 22 Uhr bis um 6 Uhr morgens sollte es im Camp ruhig sein. Die Camp Sites sind mit wenigen Ausnahmen in erster Reihe direkt am Ufer angelegt und erst dahiner in zweiter Reihe stehen die Bungalows, mir ist das sonst nur umgekehrt bekannt. Das macht diese Lodge so speziell für uns. Man fühlt sich als Camper nicht zweitrangig. Es werden Kanufahrten und sundowner Bootsfahrten auf dem Kunene angeboten. Im Preis von N$ 365 sind zwei Gin Tonics, Wein, Savanna oder Bier eingeschlossen. Willem der Geschäftsführer fungiert auch als Bootsmann auf den Ausflügen gibt aber von sich aus wenig Informationen, beantwortet aber Fragen gerne und kompetent. Die Angestellten tragen Uniformen welche sie identifiziert je nach Aufgaben (Gardener, Maintenance, etc) Leoni die Geschäftsführerin ist allzeit um das Wohl aller Gäste bemüht und fragt einem danach auf ihren Rundgängen durchs Areal. Kapuziner Äffchen sollte man im Auge behalten während dem Frühstück. Der fast zahme meterlange Monitor Lizard steigt durch offene Türen ins Auto...
Fazit Kunene River Lodge 4/5* Geeignet für einen mehrtägigen Aufenthalt, tolle Location, sehr gut gemanagt.

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Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2018