THEMA: Allen Ernstens...
13 Jun 2018 18:56 #523553
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So schnell vergeht die Zeit :ohmy:
Jetzt stehe ich wie Falschgeld in meiner Küche herum :silly: ,
schlafe in unserer ländlichen Umgebung momentan mit Ohrenstöpsel, empfinde den Pöstler als Störenfried und bemühe mich Nachbars Katze nicht zu fotografieren :lol:
Mit anderen Worten: ich versuche den Alltag wieder auf die Reihe zu kriegen.
Aber das sind die kleinsten Übel :whistle:
Meine ca. 3000 Fotos sollten ausgemistet und ein bisschen bearbeitet werden, ein Fotobuch und eine Diashow wird von der Familie gefordert.....
...wäre ich doch nur in NA geblieben :pinch: ...
... und jetzt erwarten hier einige sowas wie einen Bericht :ohmy:
Ich tue mein Bestes...
...allen Ernstens :whistle:
verspricht die Margitta
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17 Jun 2018 13:52 #523864
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Hier ist also die Geschichte unserer wundersamen Reise durch Afrikas Süden.
Und die begann folgendermassen:


Die Aufarbeitung unserer Afrikareise 2015 war getan, d.h. Bericht geschrieben, Fotobuch gemacht, Diashow kreiert, allen Interessierten Rede und Antwort gestanden. Mit dem Fazit, das jeder anschliessend die gleiche Frage stellte: "...und? Wann geht’s wieder nach Afrika?"
Das beschäftigte mich!
Im Herbst 2016 fing ich an, laut darüber nachzudenken.
Ernst hörte mir geduldig zu, setzte sein Pokerface auf und meinte schulterzuckend:
"na dann mach doch mal!"
Hab ich dann auch!
Mit dem Fazit unserer letzten Reise als Prämisse im Nacken, keine einfache Sache!
So wurden dann aus den budgetierten 6 Wochen halt 9 Wochen mit 34 Destinationen!
Hier noch mal unsere endgültige Route



Mit den Buchungen für Camper und Unterkünften fühlte ich mich dann doch etwas überfordert und bat Magic Vibes um Hilfe. Die kam dann auch sehr speditiv und ausführlich.
So konnte ich mich beruhigt zurücklehnen und mich ausgiebig unserem Reisegepäck widmen.
Wen es interessiert, hier unsere zur letzteren etwas abgespeckten Sammelliste

Dateianhang:

Dateiname: Sammelliste.pdf
Dateigröße:188 KB

(@ Christian: Aromat ist immer noch dabei! Lizenziertes schmeckt uns eben nicht. Da sind wir eidgenu(ö)ssisch!)
Und so standen wir am 20.März 2018 wieder mit Sack und Pack inklusive Famileneskorte am Zürcher Flughafen.



Das obere Gepäckstück musste (unter lauten Protesten dessen) allerdings zurück bleiben.
Wir hatten uns dieses Mal für Qatar Airways aus finanziellen und gwundrigen Gründen entschieden.



Würden wir nicht mehr machen. Die drei Stunden Aufenthalt in Doha mitten in der Nacht sind doch ziemlich mühsam. Das gewaltige nächtliche Lichtermeer von oben war dann aber trotzdem sehr eindrücklich, brachte uns allerdings etwas ins grübeln. Schlafen die alle im Hellen? Bei uns wird nachts die Strassenbeleuchtung ausgeschaltet.
Aber ich schweife ab!
Jetzt fange ich erst mal mit dem Tag 1an.

Es war Mittwoch der 21.März
Um 11.25 Uhr landeten wir überpünktlich in Windhoek .
wurden vom Savannah Mitarbeiter abgeholt und ins, uns bestens bekannte, "Tamboti GH" gefahren.
Hier packten wir unsere Utensilien erst mal in die mitgebrachten Ikea-Falttaschen um und deponierten unsere Koffer bis zum Ende unserer Reise in einer Abstellkammer.
Am Abend fuhren wir mit einem Taxi ins "Stellenbosch". Es war dasselbe Taxi wie vor 3 Jahren mit der entsprechend angesetzter Patina. Aber- wir wurden wiedererkannt, sicher ins Restaurant gebracht und auch wieder abgeholt!
Dort gönnten wir uns ein feines Z'Nacht



und fielen nach unserer Rückkehr todmüde aber glücklich ins Bett.

So, mehr gibt's heute nicht!
Wie wir am nächsten Tag wie die Hühner durch Windhoek hetzten und doch noch zur Zeit auf "Harmonie" landeten, erzähle ich demnächst.
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18 Jun 2018 13:54 #523944
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Im Pläne machen war ich schon immer gut. Also hatte ich einen solchen auch für

Donnerstag den 22.März

gemacht und der sah folgendermassen aus:
- 7.30 Frühstück
- 8.30 Fahrer von Savanna holt uns ab
- 9.00 Autoübernahme
- 10.30 Einkaufen Merua Mall (Einkaufsliste war vorbereitet)
- 11.30 Kleinwindhoek Schlachterei bestellte Fleischwaren abholen
- 12.30 beim NWR Permit für Sesriem holen, da wir an einem Sonntag dort sind und das Büro
geschlossen ist
- 16.00 könnten wir spätestens auf Harmonie eintreffen.

Das war der Plan.
Und hier dessen Umsetzung:
Der Mitarbeiter von Savanna holte uns pünktlich, wie vereinbart am "Tamboti" ab und fuhr uns zum Savanna Center. War ja gleich um die Ecke.
Dort erledigten wir den nötigen Papierkram und unser Zuhause für die nächsten 56 Tage wurde uns präsentiert und alle Funktionen im Detail erklärt.
Das ist es



Seines Zeichens ein Toyota Landcruser Safari Camper mit Oryx Aufbau.
Er hatte gerade mal jungfräuliche 29182 Km auf den Felgen und wies auch sonst keine nennenswerten Altersspuren auf.
Alle Pneus, auch der Ersatz, waren ordentlich profiliert




Die SIEBEN! Scharniere an der hinteren Tür nahmen wir erfreut zur Kenntnis! Eulenmuckels sei's gedankt!
Der 90l Kühlschrank mit Tiefkühlteil war auch montiert.
Unsere bei Magic VIbes bestellte Camping-Zusatzausrüstung (die bei Savanna 1. in der Standartausrüstung fehlt und 2. recht teuer ist) stand auch schon parat.
Im Navi hatte Volker unsere Route plus Stopps für Einkauf und Tanken übertragen.. Zusätzlich hatte er uns noch eine Liste mit den wichtigsten Infos zu den einzelnen Tagen geschrieben.
Eines der wichtigsten Hilfsmittel auf unserer Reise!
10.45 war alles erledigt und wir fuhren in die Merua Hall zum einkaufen der notwendigen Grundversorgung an Lebens-und Genussmittel, sowie wichtige Zutaten für die Malariaprophylaxe.
Da ich dummerweise auf unserer Bestellliste für die Kleinwindhoek Schlachterei die Adresse vergessen hatte zu notieren, fragten wir im "Tamboti" nach dieser.
Und damit fing die Hetzerei an.
Wir fuhren zu der angegebenen Adresse in Kleinwindhoek und fanden dort ein Biltongeschäft vor. Die Verkäuferin wusste nichts von einer Schlachterei, aber ein anwesender Kunde wusste es, die Schlachterei war neu im Northern Industrial Gebiet zu finden. Ladenschluss 16.00 Uhr!
Also, dann erst mal zum NWR. War ja auf dem Weg dahin.
Im Google hatte ich die Adresse "Gathemann Building, Independence Ave" gefunden.
Nach zeitraubender Parkplatzsuch fanden wir ein kleines Büro im 4. Stock (ohne Lift!) mit einer unwissenden Mitarbeiterin, welche dann aber, nach mehrmaligen Telefongesprächen, uns mitteilte, dass das zuständige Büro an der Robert Mugabe Ave gegenüber vom NamPower zu finden ist.
Wir fanden es halbwegs versteckt in einem Parkhaus.
Da gab es einen Schalter hinter dem ein sehr konzentriert beschäftigter Mitarbeiter gerade eine Kundin bediente.
Hinter ihr wartete noch ein Mann und wir freuten uns auf eine kurze Wartezeit.
Erst lange Zeit später sahen wir den Papierstapel der Kundin, welche scheinbar die Permits für mehrere grosse Reisegruppen holte!
Das dauerte!
Iinzwischen waren nach uns noch mehr Kunden erschienen und wir verkürzten uns die Wartezeit mit Smalltalk.
Dann aber nach ca. zwei Stunden war sie fertig und ging entschuldigend lächelnd durch die Wartenden davon.
Viertel nach Vier standen wir etwas gestresst vor der verschlossenen Tür der Schlachterei, doch das Personal war noch am putzen und wir konnten erleichter unser Fleisch in Empfang nehmen.
Dann ging es subito auf die C28 in Richtung "Harmonie" wo wir Viertel nach Sechs ankamen und von einem Mitarbeiter freundlich empfangen wurden.
Er wies uns die CS 3 zu.
Sie ist sehr schön am hinteren Teil des Platzes gelegen.


Wir richteten uns ein.
Doch nach einem leichten Imbiss und einen gehörigen Quantum Rotwein war dann Lichter löschen angesagt.

Wie wir uns dann mit dem Camperleben logistisch auseinander gesetzt haben und den Weg zur Spitzkoppe fanden,
erzähle ich euch das nächste Mal.
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22 Jun 2018 10:53 #524219
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Am nächsten Morgen,
ging es wie folgt weiter:
nach unserem rituellen Morgentee und einem eben solchen Müesli,


aus der Ferne misstrauisch beobachtet von den farmeigenen Rössern und den bettelnden Häppchenjägern,


machten wir uns an die Erkundung und Einrichtung unseres Campers.
Im "Treppenhaus" sah es aus wie in einer Markthalle.
Da musste erst mal Ordnung hinein gebracht werden.

Dazu hier eine kleine Vorgeschichte:
Weil ich doch eine relativ aufmerksame Leserin von Reiseberichten bin, hatte ich mir eine schöne Liste von Tipps und Tricks zusammen gestellt. Besonders einige von Eulenmuckels!
Unter anderem, wie man aus leeren Supermarktkartons Vorratsbehälter bastelt, welche in dem seitlichen Regal der Vorratskammer Platz hätten.
Also schauten wir uns im SuperSpar am Packtisch danach um. Vergebens! Fragten eine ahnungslose Kassiererin, welche eine noch ahnungslosere Mitarbeiterin fragte. Diese brachte aus den hinteren Refugien ein paar unbrauchbaren Joghurtverpackungen. An der Kasse stand ein Mann in typischer Safari-Freizeitbekleidung und einem bergig gefüllten Wagen auf dem obenauf ein paar leere Kartons thronten. Er hätte sie unter den Regalen gefunden.
Also liefen wir noch mal alles ab. Wer ihn kennt, weiss ja wie weiläufig so ein Superspar ist! und das in gebückter Haltung! Die anwesenden Kundschaft guckte uns dementsprechend auch etwas irritiert an.
Schliesslich fanden wir doch noch ein paar brauchbare Kartons.


Nachdem wir so alles Mögliche in diese verstaut hatten, ein gefiederter Prüfungsexperte diese Ordnung für gut befunden hatte,


belohnten wir uns mit einem kräftigenden Zvieri und einer halben Flasche Rotwein.
welche wir später bei Boerewors und Bratkartoffeln am Lagerfeuer leerten.
Nach einem kleinen Bettmüpfeli war's dann Schlafenszeit.

Bei frischen 11° und wolkenlosen Himmel standen wir am nächsten Morgen auf, packten ein und fuhren zum Farmhaus. Es ist wunderschön gelegen mit einem liebevoll angelegten Garten. Wie wurden von der Farmerfamilie sehr herzlich begrüsst.
Da uns Savanna den Camper mit nur halb gefülltem Tank übergeben hatte und wir (aus bereits geschilderter Zeitnot) noch nicht nachgetankt hatten, fragten wir nach der nächsten Tankmöglichkeit in Richtung Spitzkoppe.
Die war in Karibib, zwar "nur" 150km über die D1953 entfernt, aber wir wussten noch nicht was unser Schmuckstück so schluckt.
Mike bot uns aus seinem Depot 10l Diesel an, was wir dankbar annahmen.
Wir beglichen unsere Schulden und machten uns gegen Elf auf den Weg.
Die D1953 entpuppte sich im ersten Drittel bis Otjimbingwe als eine ziemlich anspruchsvolle Schotterpiste. Ernst nahm es sportlich. Kam ihn als Trainingslektion für später und vielleicht noch üblere gerade recht.
Sie führte uns aber durch eine fantastische Landschaft!




Nachdem wir in Karibib vollgetankt und unseren Vorräte mit diesem und jenem aber besonders mit Maltigen ergänzt hatten, näherten wir uns der Spitzkoppe.


Ein imposanter Eyecatcher in der Landschaft.
Um 16.30 kamen wir an der Rezeption an und bekamen die CS "Dassie" zugewiesen.
Auf dem Weg dahin mussten wir erst mal im Slalommodus durch und um Wagenburgen kurven, dabei auf herum wusselnde Camper und Sitzgemeinschaften obacht geben. Uns schwante ruhestörendes nächtliches Ungemach. Es war ja Samstag! Und der letzte vor den SA-Herbstferien! Ogottogott!
Doch "Dassie" entpuppte sich als eine CS im hinteren Teil der Felsgruppe und auf dem Nachbarplatz war niemand erschienen.


Jetzt gab es aber erst mal einen Gin Tonik zur Entspannung.
Beim späteren kalten Buffet und einem Windhoek Lager werweisten wir noch lange ergebnislos um das Rätsel der runden Steinbole.

Was uns in Mowani erwartete und wie die Wüstenelis so gar nicht am Versteckis spielen interessiert waren, erzähle ich das nächste Mal.
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26 Jun 2018 14:22 #524575
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Am Sonntag den25.03.
standen wir früh auf. Nach einem Aufwärmtee, es waren nur mal frische 16°, stiegen in unsere Wanderschuhe und machten uns auf eine Erkundungstour.
Diese gewaltigen, wie von Gigantenkindern spielerisch gestabelten oder mutwillig hingeworfenen Steinhaufen beeindruckten uns sehr.


Den Aufstieg zum berühmten Felsbogen fanden wir nicht gerade auf Anhieb. Nach einiger Zeit des Herumirrens, wurden wir aber doch noch fündig.




Bitte das Bild nur als Belegfoto zur Kenntnis nehmen. Im Forum gibt es davon viel die schöneren.
Zurück zur CS widmeten wir uns in aller Gemütlichkeit unserem Sonntagsfrühstück. Spiegelei, gebratener Speck und gebratene Banane, Kaffee. Dieses Ritual haben wir aus unserem berufstätigen Leben mit ins pensionäre mitgenommen. Mit irgendwas muss man ja schliesslich den Sonntag kenntlich machen, wenn man jeden Tag Sonntag hat.
Dann rüsteten wir uns zur Weiterfahrt nach Mowani.
In Uis suchten wir vergeblich das viel gerühmte "Cactus and Coffee". Wir haben sicher dreimal das Dorf um- und durchrundet, landeten schliesslich bei einem Sandwich und Toast im


Dann rüttelten wir mit 50-60 Km/h weiter. Hätten ja theoretisch


fahren dürfen! Doch bei diesen Strassenverhältnissen


liessen wir es lieber bleiben.
Wir überquerten trockenen Fusses bzw. trockener Felgen den


und den auch noch


bewältigten die D2612


und kamen wohlbehalten gegen 16 Uhr auf Mowani an.
Wir durften uns auf CS7 einrichten und okkupierten diese schon mal optisch


eingekuschelt zwischen Steinbollen


Das Küchenpersonal war auch schon am schaffen


Also richteten wir uns ein.
Dieser verflixte kleine Spanner


hat mich beim duschen beobachte und wartete auf die Resttropfen.
Bei einem gemütlichen GT und anschliessenden Nachtessen (weil ich aufzuschreiben vergessen hatte, wohl nicht so speziell war) genossen wir unsere unverbaute Aussicht



Am nächsten Tag
nach dem Morgentee fuhren wir zur Twyfelfontein Lodge.
Die Führung bei den Rock Paintings mit Elisabeth


dauerte eine Stunde und es war sehr beeindruckend über deren Entstehung zu hören. (ähm, der Felszeichnungen notabene!)
Zurück im Camp machte sich Ernst an den Abwasch, ich an die Büroarbeiten und wir uns einen kleinen Imbiss.
Dann fuhren wir wieder zur Twyfelfontein Lodge.
Wir mussten Carlos treffen um bei ihm eine Wüsteneli Tour zu buchen. Zufällig kam er uns am Lodgeeingang entgegen. Volker hatte uns aber schon angekündigt. Er musste nur noch einen Tourenwagen auftreiben, Sundownnerutensilien und noch ein paar andere Teilnehmer finden.
Das ging schnell und wir konnten voller Zuversicht abfahren.
Und es dauerte auch nicht lange und er hatte eine kleine Elifamilie aufgestöbert.






An der Stelle bitte ich euch wegen der schlechten Bildqualität um Nachsicht. Meine Kamera und ich! Ein ewiges Missverhältnis!
Aber schaut mal zum Löffel - Stefan rein, er hat super Fotos von diesen gemacht.
Dann gab es noch einen Sundowner auf einem Hügel, umgeben von in der Ferne tosenden Gewittern.


Sundownergesellschaft in Scherenschnittmanier.
Um 20 Uhr waren wir wieder im Camp zurück und uns stand noch die Heimfahrt an.
Wir fragten Carlos ob es möglich wäre in der Lodge etwas zu essen. Das war aber nicht möglich (for Residents only!)
Aber er würde etwas organisieren, verschwand und kam kurze Zeit später mit einem riesen Lunchpacket zurück.
Wir entlohnten ihn angemessen und fuhren zu unserem Camp, wo wir uns das reichhaltige Znacht schmecken liessen.
Gesättigt von den grossartigen Eindrücken des Tages, dem feinen Essen und einem flüssigen Bettmümpfeli machten wir die Läden dicht und die Augen zu.

Das ist der Stand der Dinge im Moment.
Was uns auf den Weg nach Khowarib so begegnete und was uns dort so erwartete, erzähle ich euch demnächst!
Anhang:
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02 Jul 2018 15:50 #524982
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Der Tag an dem uns dessen Nacht das Fürchten lernte, war
Dienstag der 27.März

doch erst mal alles schön der Reihe nach.
Mit angenehmen 22° weckte uns ein prächtiger Morgen. Frohgemutes machten wir uns auf in Richtung C39.



Dort beschlossen wir, da es noch früh am Tag war, einen kleinen Abstecher zum Petrified Forest zu machen.



Was es mit dem Mädchen auf sich hatte, haben wir leider nicht erfahren.
Doch die Steinernen Bäume und die noch im Ministadium befindlichen Welwits(h)ias waren recht interessant





Auf der Weiterfahrt entdeckten wir eine kleine Elifamilie, welche in einem kleinen Waldstück am mampfen war.



Eine Mama hatte sich mit ihrem Jüngsten etwas abgesondert, weil dieser mal musste


Ich liebe pisselnde Elefantenkinder.
Diese Gelegenheit nutzte die Mama, für ein kleines Beautyprogramm



und verlies als "Lady in Red" die Bühne.
Auf Palmwag fanden wir mitten im Nichts eine Tankstelle, mit vorrätigem Diesel!



und kamen schon gegen 14.30 Uhr auf Khowarib an.
Es war 39° heiss!
Dort genehmigten wir uns erst einmal ein erfrischendes Bier an der Bar.



Wir durften uns auf CS6 einrichten.
Es war eine Zweistöckige



Im Obergeschoss der Abstellplatz
und im Souterrain der Ess-, Aufenthalts- und Bürobereich
und alles idyllisch am Steilufer des friedlich dahin plätschernden Hoanib gelegen



Nach einer Dusche, dem obligatorischen GT und unserem Resteessen vom Vorabend fing es leise zu regnen an. Somit verzogen wir uns recht früh in die obere Etage zur Nachtruhe, mit der Betonung auf "Ruhe".
Das ferne Wetterleuchten und das dazugehörige leise Grollen empfanden wir nicht so störend.
Aber dann kam es heftig! Es schüttete wolkenbruchartig auf uns hernieder und es gab irgendwann keine Pause mehr zwischen Blitz und Donner. Wir standen quasi inmitten des Gewitters.
Dann stellten wir uns allen Ernstens eine sehr berechtigte Frage:
"aus welchem Material ist wohl unser Dach?", denn wir hatten in Physik aufgepasst und wussten um die Schutzfunktion des faradayschen Käfigs. Unsere Vermutung: Aluminium?!!! machte unsere Sorgen auch nicht kleiner.
So ging das über eine Stunde lang. Nach einer Weile lies der Regen nach - doch das Rauschen des Hoanib schwoll an.
Ernsten Gesicht machte seinem Namen alle Ehre. Ständig war er auf Lauschposition am Fenster.
Mit dem Morgengrauen war der Spuk vorüber. Ein erster Rundblick zeigte uns die ganze Bescherung.
Das Souterrain stand in einer riesen Wasserpfütze.
Der Hoanib war zu einem reissenden Strom mutiert





Es war mit 27° schwül-warm.
Wir holten unsere Utensilien aus der Schlammpfütze und dislozierten auf die höher gelegene CS7.



Dann war erst mal putzen angesagt. Alles war nass und schlammig.
Die zwei jungen Frauen vom Nachbarplatz hatten die Nacht im Fahrerhaus ihres eher kleinen Autos verbracht.
Auf dem oberen Platz war eine Töfffahrergruppe am aufräumen. Denen hatte es die Bodenzelte breit gemacht.
Am Mittag beschlossen wir mal einen Blick auf den Flussübergang zu werfen.
Dort sah es dann so aus





Da war für mindestens heute kein rüberkommen.
Einige Wartende auf der anderen Seite hatten sich schon wohnlich eingerichtet.
Für die Kinder aus der Umgebung war es ein riesen Plausch und gute Gelegenheit ihr Sackgeld aufzufrischen



Die SA-Töffgruppe hatte es sich am Strassenrand gemütlich gemacht.



Es gab viel zu erzählen und zu diskutieren. Anders gesagt: Ernst war in seinem Element!
Feuermachen am Abend mit nassem Holz entpuppte sich als eine ziemliche Herausforderung. Doch mit Geduld und Holzkohle gelang es uns schliesslich ein paar feine Steaks zu braten. Dazu gab es Rüebligemüse und Rotwein.
Ein wieder einsetzender Regen trieb uns dann aber schnell ins obere Stockwerk. Dort sassen wir mit unseren Weingläsern auf dem Bettrand, liessen die Beine baumeln und hofften auf besser Wetter.
Morgen mussten wir über den Fluss, denn wir wollten nicht unseren Aufenthalt auf Camp Aussicht verkürzen.

Somit sind wir wieder einmal an den momentanen Stand der Dinge gelangt.
Ob Zeus unsere Hoffnung erfüllt und was wir später bei Marius Steiner erleben durften, erzähle ich euch das nächste Mal.
Letzte Änderung: 05 Aug 2018 14:34 von Gromi.
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