THEMA: Nam, die Elfte
22 Jul 2018 20:21 #526831
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Freitag, 09. Februar; nochmals in die Lagune nach Walvis Bay

Heute lasse ich es geruhsam angehen, und zum Frühstück bekomme ich von Federica eine Tablette für meinen Magen. Hoffentlich wirkt sie zuverlässig, und am besten auch schnell, denn heute Abend bin ich zum Essen verabredet.
Dann verabschieden wir uns ein weiteres Mal, diesmal endgültig, denn das Feuerwehrauto startet heute seine Tour in Richtung Namib und Lüderitz. Leider verpeile ich es, die Adressen auszutauschen. Ich weiss zwar, dass Federica und Christoph einen Blog schreiben ( irgendwas wie : 365 Tage Sonntag ), aber ich habe diesen nicht gefunden. (Wenn irgendjemand die Familie kennt und weiss, wie ich sie erreichen kann, wäre ich für eine Nachricht sehr dankbar.Erledigt )

Ich habe mich versichert, dass heute spätvormittags Hochwasser ist, und so fahre ich nochmals nach Walvis in die Lagune.
Bei Dune 7 überhole ich einen Güterzug, und sofort erwacht mein Bahnerherz, ich ziehe nach rechts ran und schiesse ein paar grottige Fotos im Gegenlicht. Der Lokführer bemerkt mein Tun und grüsst mit dem Typhon.





In der Lagune ist Business as usual, keine Besonderheiten, nichts Neues für die Liste.


Curlew Sandpiper, oder Sichelstrandläufer.


Little Stint, oder Zwergstrandläufer.


Curlew Sandpiper und Common Greenshank, oder Grünschenkel.


Vorne Marsh Sandpiper, oder Teichwasserläufer und dahinter die etwas grössere Schwesterart Grünschenkel.

Anschliessend fahre ich zurück nach Swakop und besuche letztmalig für dieses Mal Annemarie und Hilde. Wir sitzen auf der Terrasse, blicken aufs Meer und trinken Tee. Da klingelt mein Telefon, und Sabine-Applegreen meldet, dass sie in ihrer Unterkunft angekommen sind.
Herzlich verabschiede ich mich, fahre den kurzen Hopser bis zum Cornerstone Guesthouse und drücke Sabine und Armin. Eva vom Buchungsbüro, wo Sabine ihre Touren bucht, ist auch schon da. Sie stammt aus meiner Heimatstadt, und ich kenne ihre Schwester. Manchmal ist die Welt wiederum gar nicht soo groß. :blink:
Wir haben natürlich jede Menge Gesprächsstoff, und so vergeht die Zeit recht schnell, bis wir zu unserem Dinner zu Fuß in die Stadt aufbrechen. Die Wahl der Location haben wir Eva überlassen, wir wollten nur nicht in eine der typischen Tourifallen, das war die Vorgabe.
Wir landen im sehr beschaulichen Western Saloon. Das Essen ist hervorragend, ich esse ein Straussensteak mit einer extrem knofeligen Knoblauchbutter, von dem ich nur die Hälfte schaffe und den Rest mitnehme.
Nachdem sich Eva und Thomas, der zum Essen dazu gekommen ist, verabschiedet haben, quasseln wir noch eine ganze Zeit auf der kleinen, kuscheligen Sitzecke im Freien im Applegreen´schen Appartement, bis auch ich mich aufraffe und durchs ausgestorbene Swakop fahre bis nach Sophia Dale. Schade, der Platz, wo heute morgen noch ein knallrotes Feuerwehrauto stand, ist verwaist.


Viele Grüße,
Matthias
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24 Jul 2018 19:51 #526999
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Samstag, 10. Februar; einmal Wüste und retour

Auf ein einsames Frühstück habe ich heute keine Lust, so trinke ich nur einen Tee. Dann fahre ich ins Städtle, und mit Sabine und Armin gehen wir erstmal ins Village Café. Hier schmeckt mir mein verspätetes Frühstück umso besser.
Dann streunern wir ein bisschen durch den überschaubaren Ort, die Applegreens kennen sich hier gar nicht aus, und so klappern wir ein paar Punkte ab wie die Jetty, schlendern die Mole längs, um via Leuchtturm und Museum zu Raith´s zu gelangen, wo wir uns ein Eis genehmigen. Bald müssen wir zurück zum Cornerstone Guesthouse, wo Eva schon wartet.

Pünktlich um vierzehn Uhr werden wir von Georg Erb in seinem Landy abgeholt zu unserer schon lange im voraus gebuchten Tour in die Wüste und das Swakop Rivier.

Wir fahren zunächst fünfzig, sechzig Kilometer auf der B 2, um dann unvermittelt in die Wüste abzubiegen. Nun geht es auf einer mitunter nur schwach erkennbaren Spur durchs Gelände. Immer wieder hält Georg an und zeigt uns besondere Mineralien, Gesteine, aber auch Pflanzen und Tiere.


Common Namib Day Gecko


Bushman Candle


Sabine trägt Ton-in-Ton, wenigstens an den Füssen.


Lithops, oder lebende Steine


Grossartiges "Nichts"




Immer wieder halten wir um zu fotografieren.


Wir folgen dem Flusslauf abwärts, die Wände werden zunehmend höher.




Wir finden eine Familie Klippspringer, die uns neugierig beäugen.






Georg steuert eine doppelten Steinbogen an, dort steigen wir aus und machen Teepause. An den Keksen melden gleich zwei Felsenratten wie auch ein paar Kapammern Interesse an.


Sehr imposant ist es, unter den riesigen Steinbrücken zu stehen, die durch Windschliff entstanden sind.

Dann fahren wir weiter das Swakop Rivier abwärts, bis wir bei Goanikontes wieder auf eine ordentliche Pad kommen. Über die Mondlandschaft fahren wir zurück.


Wie von einem andern Stern.




Nach einem obligaten Gruppenfoto geht es ohne weiteren Halt zurück nach Swakop. Dort endet dann die Tour wieder vorm Cornerstone Guesthouse, wo wir uns von Georg verabschieden. Eine höchst interessante und kurzweilige, wenn auch mit 1200.- Nam$ recht happig bepreiste Tour.

Da wir kein Restaurant vorgebucht haben, überlassen wir Eva die Wahl der Location, als Local weiss sie am Besten, wo es was Ordentliches zu Essen gibt und es ruhig genug zugeht, um sich noch unterhalten zu können.
Wir landen im Hotel Europahof, wo ausser uns nur ein weiteres Paar diniert. Das sollte ruhig genug sein.
Ich esse einen Ratsherrentopf, der wirklich hervorragend schmeckt und bin dankbar, dass mein Magen das wieder verträgt.

Nach dem Essen verabschiedet sich Eva, und so sitzen wir zu dritt noch eine Weile. Der Stoff geht uns nicht aus, aber irgendwann wird es doch Zeit, Lebewohl zu sagen. Ich habe es sehr genossen, meine Einsiedelei mal für ein paar Stunden zu unterbrechen und mit ein paar befreundeten Menschen unterwegs zu sein. Gerne wieder einmal.

Wieder fahre ich durch das ausgestorbene Swakopmund, von wegen Saturday Night Fever.
Nach einer kurzen Dusche krieche ich letztmalig hier in Sophia Dale in meinen Schlafsack, morgen geht es wieder in die Wüste zurück.


Viele Grüße,
Matthias
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18 Aug 2018 13:05 #529612
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Sonntag, 11. Februar; wieder mal an die Blutkuppe

Irgendwie fühlt es sich verlassen an hier, ohne das knallrote Feuerwehrauto, und nach einem letzten Frühstück packe ich zusammen, fahre kurz ins immer noch schlafende Swakop, ziehe Geld und tanke den Condor voll, dann verlasse ich endgültig die Küste und nehme Kurs Richtung Wüste via C 28.

Bald biege ich ab auf den Welwitschia Drive. Hier halte ich ein paarmal an und laufe ein paar Meter in die Pampas.


Wie zerfledderte Autoreifen liegen die Welwitschias in der Gegend rum.


Bei dieser weiblichen Welwitschie sieht man schön, warum sie zu den Koniferen, also den Zapfenträgern, zählen.


Unter einem Busch entdecke ich nochmals eine Elefantenspitzmaus.


Obwohl es hier schon Jahre nicht geregnet hat, blühen einzelne Sträucher. Ihnen reicht wohl der morgendliche Nebel.


Männliche, gerade blühende Welwitschia.

Mittlerweile ist es Mittag durch, die Sonne brät erbarmungslos, und ich fahre weiter über die C 28 Richtung Blutkuppe.


Direkt am Abdreh hocken zwölf Ohrengeier beim Kadaver eines frischtoten und noch nahezu unversehrten Oryx. Lediglich die Augenhöhlen sind leer, und der Lecker fehlt auch. Der links befindliche Geier hockt direkt auf dem Oryx.
Das Licht ist grell, die Aufnahmen verschwimmen in der hitzeflirrenden Luft.


So fahre ich bald weiter, möchte aber morgen nochmals zurückkehren, um die Geier in der klaren Morgenluft zu beobachten.



Ich fahre weiter zur Blutkuppe, umrunde den Berg und stelle mich wiedermal auf den nördlichsten Stellplatz, die Nr.7.
Der Condor wird unter dem Baum geparkt, und ich lege mich erstmal hin. Die Hitze macht mich schläfrig, und ich erwache erst wieder gegen siebzehn Uhr.
Das Abendlicht wird immer schöner, und ich beschliesse, endlich mal den Rock Sculpture Trail zu begehen, der fehlt mir noch.
Auf dem Weg zum Trailhead entdecke ich eine siebenköpfige Familie Erdmännchen. Sie sind permanent in Bewegung, und viel Zeit kann ich ihnen nicht opfern, denn ich muss mich nun sputen, wenn ich den Trail noch gehen will.


Den leider schon etwas ausgebleichten Plan habe ich erst zwei Tage später fotografiert. Der Trail beschreibt einen Rundkurs und führt auf den Sentry Hill als höchsten Punkt. Leider steht nirgends, wie lange man für die Runde braucht.

Ich gehe los, bewaffnet mit Fernglas, Kamera und einer Flasche Wasser, blöderweise ohne Taschenlampe. :sick:
Man folgt den weissen Markierungen, das Licht wird immer schöner, die Schatten werden länger, alles untrügliche Zeichen, dass der Sonnenuntergang nicht mehr allzuweit weg ist.


Perfekt getarnter Day Gecko auf einem Granitboulder neben einer Hoodia.


Die Felsen sind westwärts oftmals durch Tuffoni-Verwitterung regelrecht zerfressen.


Von Osten her treiben ein paar Dekowolken über den Himmel.


Die Day Geckos sind überaus zahlreich hier, und viele liegen nun auf den warmen Felsen und tanken die letzten Sonnenstrahlen, bevor die kühle Nacht hereinbricht.


Die Felsformationen erinnern mich sehr oft an Wüstenquell. Kein Wunder, die Farm grenzt ja nördlich direkt an.


Es tut gut, nach all der Fahrerei mal wieder per pedes unterwegs zu sein, und diese Landschaft bietet sich dafür perfekt an.


Granit und Baum, Ton in Ton.


Manche der Felsen sehen aus wie Dinosaurier.


Ich schiesse mich in einen wahren Rausch, der rote Granit, das Licht... Es fällt mir schwer, aber wenn ich noch auf den höchsten Punkt will, muss ich mich sputen.


Den Berg muss ich dann hochrennen, und genau pünktlich zu den letzten Sonnenstrahlen komme ich oben an. Es ist zwanzig vor acht Uhr, ich beobachte, wie die Sonne verschwindet, und überlege mir dann, dass es wohl ganz geschickt gewesen wäre, hätte ich eine Lampe eingesteckt, denn nun, das ist mir schnell klar, wird das Ganze hier zu einem Orientierungslauf gegen die Zeit.


Ein letztes Foto Richtung Norden, also Richtung Wüstenquell, dann sprinte ich den Berg wieder hinab.
Noch kann man die weissen Markierungen erkennen, aber es wird nun schnell dunkel, und bald gebe ich es auf, lange nach dem nächsten weissen Klecks Ausschau zu halten. Die Richtung ist klar, denn am Horizont kann ich, wenn ich einen Felsen als Ausguck benutze, die Blutkuppe sehen.
Nun geht es querfeldein, auf dem mutmasslich kürzesten Weg ohne Weg. Irgendwann sollte ich so auf die Pad stossen, die nach Tinkas führt.
Soweit funktioniert der Orientierungslauf auch ganz gut, tatsächlich komme ich an der Pad raus in mittlerweile stockdunkler Nacht.
Nun habe ich das Problem, dass ich nicht weiss, ob der Condor rechts oder links von mir geparkt ist. Zur Not folge ich halt der Pad in Richtung Blutkuppe und hole das Auto morgen, das würde aber eine noch längere Nachtwanderung bedeuten.
Ich scanne mit dem Fernglas die Gegend ab, und in westlicher Richtung, gar nicht mal weit weg, erkenne ich eine schwache Reflektion des Abendhimmels. Das ist die Rückscheibe vom Condor, yeaah.

Zurück im Camp starte ich ein Feuer, brutzle mir das Straussensteak vom Western Saloon, genehmige mir zwei GTs, dann geniesse ich eine ganze Weile den Sternenhimmel, während im Osten über den Bergen kräftige Blitze die Wolkentürme von innen erhellen.
Einer vorüber huschenden Sternschnuppe schicke ich nochmals meinen immer noch offenen Sichtungswunsch hinterher, wohlwissend, dass mir nun die Zeit davon läuft und ich hier in dieser wüsten Gegend wohl kein Glück mehr haben werde.


Viele Grüße,
Matthias
Letzte Änderung: 18 Aug 2018 13:55 von fotomatte.
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20 Aug 2018 16:24 #529783
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Montag, 12. Februar; Techtelmechtel mit der Sternschnuppenfee

Mein letzter voller Tag dieser Tour bricht an. Heute haben sich die Wolken nicht wie sonst über Nacht aufgelöst, vom Khomashochland her schieben sich dicke Wolkenpakete Richtung Westen. Vielleicht gibt es ja doch noch Regen?

Auch wenn keine besonders tollen Morgenstimmungen zu erwarten sind, fahre ich doch noch vor sieben Uhr los, denn ich will mal nachsehen, was die Geier von dem Gemsbock übrig gelassen haben.


Ohne Köcherbäume geht´s einfach nicht.


Kurz nach Sieben halte ich, denn im Rückspiegel sehe ich die Sonne zwischen den Wolken durchbrechen, da muss ich einfach ein Foto machen.
Nachdem das Foto im Kasten ist, nehme ich das Fernglas zur Hand und glase einmal eine 360-Grad Runde ab. Auf einem einsamen Kameldorn sitzen zwei Ohrengeier, etwas weiter einige Springböcke, aha. Ein, nein zwei Gemsböcke, dann weitere Springböcke, eine Ludwigstrappe, ein paar Bergzebras, ein Steppenfalke, ein .... hääh, moment amal, mir fällt fast das Glas aus der Hand, schnell abgesetzt, nee, stimmt schon, die Schnuppenfee hat mich erhört. Jetzt nix falsch machen. Langsam wandert die Kamera nach oben, im währenden mache ich sie schussbereit, dann kann ich zweimal abdrücken, und dann gibt er doch Fersengeld, der Erdwolf. Mein allererster, so lange herbei gesehnter Erdwolf. Es ist viertel nach Sieben, und der Tag ist eigentlich für mich gelaufen, da kann nix mehr kommen, was diese Sichtung noch toppen könnte.


Wie man sieht, hat der Erdwolf seinem Namen gemäss ein ordentliches Mass an Erde bewegt diese Nacht.


Nach diesem Bild also hat er sich doch aus dem Staub gemacht, und ich schreite die Distanz bis zum Bau ab. Es sind knappe achtzig Meter. Wenn mich die Sonne im Rückspiegel nicht zum Foto animiert hätte, wäre ich wohl einfach vorbei gefahren. Oder hat doch eine Fee hier Regie geführt?


Bergzebras, nun mittlerweile in der Sonne.




Drei Gemsbockkühe mit zwei Kälbern trotten davon.


Ein einzelner Bulle zupft am spärlichen Gras.


Die nächsten anderthalb Stunden stehe ich nun hier bei dem Gemsbockkadaver, oder besser, bei dem Rest, was noch übrig ist. Ausser der Decke, dem Schädel und dem Rückgrat sind das nur noch ein paar einzelne Knochen. Mittlerweile sind hier einundzwanzig Ohrengeier sowie vier Weissrückengeier versammelt, und die haben den kompletten Oryx aufgeräumt. Gesundheitspolizei eben.

Sieben der Ohrengeier tragen auffällige Marken, und ich versuche nun, die Nummern abzulesen, was bei vier Tieren gelingt.
Hier möchte ich nochmals auf meinen extra Beitrag verweisen: Ohrengeier in Namibia www.namibia-forum.ch...eier-in-namibia.html




Die abgelesenen Nummern habe ich weiter gemeldet und so habe ich die Historie der getagten Geier erfahren. Der älteste ist immerhin über zehn Jahre alt.


Dann wird es mir zu heiss, es fängt schon wieder zu flimmern an, und langsam fahre ich zurück ins Camp. Mein Frühstück ruft.


Ein Südwester-Veilchen nehme ich noch mit, dann beschliesse ich den Morgen.


Viele Grüße,
Matthias
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21 Aug 2018 20:05 #530009
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weiter der 12. Februar; der Blutkuppe aufs Dach gestiegen

Das Techtelmechtel mit der Fee hat mich ermüdet, und nach einem ausgiebigen Frühstück halte ich wieder Siesta im Schatten.

Mit dem Fernglas schaue ich direkt in die grosse Höhle auf der Nordseite der Blutkuppe, und ich kann im Schatten sitzend ein Paar Habichtsadler erkennen, die dort den Tag vertrödeln. Lustig, die waren vor fünf Jahren auch schon da.
Irgendwann gegen Nachmittag fliegen die Adler los auf Patrouille, und auch ich mache mich auf die Socken, denn ich will auf den Gipfel. Und ich will nicht schon wieder in die Nacht laufen, man lernt ja dazu. :whistle:


Von der Westseite her besteige ich die Blutkuppe, mit jedem Schritt höher hinauf wird die Aussicht besser.


Auf dem Gipfel errichte ich die zusammen gefallene Steinpyramide neu, und dann glase ich sorgfältig die Umgebung ab.


Blick nach Norden, deutlich erkennt man die Wunden, die die Minentätigkeit gerissen hat.


Blick nach Westen, dort irgendwo lungert nun ein einsamer Erdwolf rum...


Blick nach Süden




Zum Sonnenuntergang bin ich wieder unten am Fusse des Berges, hier sieht man die Höhle, wo das Adlerpaar den Tag verschlafen hat.

Nun bricht er unweigerlich an, der letzte Abend der diesjährigen Tour. Ich mache ein Feuer mit dem restlichen Holz, koche mir Nudeln, dazu gibt´s ne rote Sauce mit Resteallerlei, und nach dem Essen sitze ich noch am Feuer ab und stiere in die Glut. Zeit, die Reise nochmals Revue passieren zu lassen. Viel habe ich erlebt, einige neue Pflanzen und Tiere konnte ich finden. Und doch: wieder bin ich viel mehr gefahren als eigentlich geplant, die so derart trockene Landschaft hat mich auch ermüdet, und erstmals habe ich tatsächlich das Gefühl, dass es nun genug ist, und ich freue mich wieder auf zuhause.
Sehr gefreut habe ich mich über die Treffen mit Sam und Beenie sowie den Applegreens, das war eine schöne Unterbrechung meiner Einsiedelei. ;)



Als das Feuer erloschen ist, krieche ich zum letzten Mal in meinen treuen Condor. Dieses Auto wird mir fehlen, ich finde es einfach genial.

Aber noch fehlt ein Tag, den gibt es zeitnah. B)

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