THEMA: "Wir halten nur für Vögel" - NAM/BOT August 2017
29 Aug 2017 12:02 #487181
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4. August 2017 (Teil 2) - Trockenflussbett Obias / Giribis Plains

Gleich nachdem wir in die „Seitenstraße“ Obias eingebogen sind, entdecken Ruth und Matthias einen schönen Schmetterling (den Namen weiß Matthias – obwohl er ihn mir gefühlt 100mal gesagt hat, habe ich ihn wieder vergessen – shame on me :blush: ).



Dieser Kerl will einfach seine Flügel nicht auseinanderklappen – so müssen wir uns eben nach einer längeren Foto-Session (es ist ja auch erst 16 Uhr, also quasi mitten am Tag :whistle: ) mit der auch recht hübschen Unterseite begnügen (also zumindest ich – vielleicht ist den anderen ja ein besserer Schuss gelungen).

Die Fahrt nach Norden ist wunderschön



An einer Engstelle




machen wir nach einer halben Stunde erneut einen Fotostopp – es gibt dort einen Felsdurchbruch, in den man sich mehr oder weniger dekorativ, bzw. elegant stellen kann :lol: . Die Fotos von Ruth und Uwe :) :kiss: sowie eventuell von Matthias und mir :sick: :evil: werdet Ihr dann im Eulenmuckelschen Bericht sehen! :silly:

Wir haben auf jeden Fall viel Spaß und knipsen auch sonst noch in der Gegend rum – schließlich haben wir alle Zeit der Welt, denn inzwischen hat uns Uwe von seinem Vorschlag, in den Giribis Plains zu übernachten, überzeugt.



Ruth ist ein bisschen nervös – was machen wir, wenn an unserem Ziel, einem Felshügel, der hier manchmal Signal Hill genannt wird (offiziell konnte ich dazu nichts finden, hab aber auch nicht intensiv gesucht, also: wer mehr weiß, gerne schreiben!) bei unserer Ankunft schon ein Rotelbus steht? Okay, bereits ein anderer Bushcamper o.ä. würde uns nicht erfreuen – da sind wir schon ein bisschen kompliziert :S . In Khowarib hatten wir den Platz für uns allein – das darf jetzt gerne so weiter gehen.

Wir fahren gemütlich durchs späte Nachmittagslicht, die Fotos können einmal mehr nur ansatzweise vermitteln, wie schön es dort ist - übrigens sind wir seit dem Kontrollpunkt meiner Erinnerung nach keinem anderen Auto mehr begegnet – ein Ort der Ruhe und des Friedens!





Plötzlich steht eine Giraffe auf dem Weg – der Anblick dieser hübschen Tiere so mitten im Nichts hat etwas Paradiesisches!





Als wir an ihr vorbei sind, stehen links im Gegenlicht noch zwei weitere – dazu dieses Gras :kiss: - wir können uns kaum sattsehen.





Eine Rüppel’s Trappe schaut ob der Störung etwas missmutig aus der Wäsche :sick:



Auch die Oryxe blicken beim Grasen verwundert über die Fahrzeuge so spät am Nachmittag hoch



Nur der Feenkreis stört sich nicht an uns und bleibt einfach liegen



Die Sonne steht schon sehr tief, als wir unser Ziel erreichen



und juhu, wir sind tatsächlich die einzigen Menschen hier! Schnell klettern wir auf den Steinhaufen, um von oben mit dem letzten Licht den Rundumblick zu genießen.



Von Süden sind wir gekommen



Blick Richtung Norden



und nach Westen





Und rundherum.....



Nach Einbruch der Dunkelheit



bekommen wir einen Schreck – die Lichter von zwei Fahrzeugen sind am Horizont zu sehen. Wir haben den Eindruck, dass sie immer näher kommen – wollen die hier auch übernachten – oder noch schlimmer: haben sie etwas Böses im Sinn :S ? Lange verfolgen wir ihre Scheinwerfer, aber dann verschwinden sie doch aus unserem Blickfeld (sie sind wohl auf der D3707 gefahren…). Also können wir uns (fast, Ruth traut dem Frieden noch nicht ganz) beruhigt an diesem ganz besonderen Ort auf das Konzert der Barking Geckos konzentrieren. Dieser Abend ist – da sind wir uns einig – eines der Highlights unserer Tour!
Letzte Änderung: 30 Aug 2017 14:26 von Champagner.
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30 Aug 2017 17:26 #487383
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5. August 2017: Von den Giribis Plains nach Puros oder „Mittags auf der Campsite ;)


Schon kurz nach 6 Uhr stehe ich (als erste !) oben auf dem Signal Hill (ich nenne ihn jetzt einfach mal so) – die Stimmung ist unbeschreiblich.



Unten zieht im fahlen Morgenlicht eine große Oryx-Herde friedlich grasend über die Ebene, nur die Younsters blödeln nebenbei herum.





Ich höre Matte, der inzwischen neben mir aufgetaucht ist, leise lachen, während ich die Szene durch meine Kamera betrachte – aha, er hat vermutlich sein Fernglas in der Hand und sieht das selbe :) .

Auch die Muckels tauchen bald auf und so warten wir gemeinsam ehrfurchtsvoll auf das Erscheinen der Sonne.










Wir lassen uns viel Zeit hier oben – später geht’s dann runter, erst um weiter zu fotografieren





und dann zu einem gemütlichen Frühstück in dieser Traumkulisse.



Ruth und Matthias (der kleine helle Strich auf dem ersten Foto) hält es nicht lange auf ihren Sitzen, die Hard-Core-Birder machen sich auf in die Ebene





Uwe und ich bevorzugen „Birding-Light: lasset die Vöglein zu uns kommen“ :whistle: und schlürfen genüsslich unseren Kaffee nebenher. Leider habe ich keine Idee, was ich da fotografiert habe (Matthias - Hilfe?) – klein und braun

Edit: Momentaner Stand nach Beratung der Expertenkommision:

Nonnenlerche????



noch ein bisschen verschlafen - sehr schwer



und sehr niedlich… Lerchenammer




Achja, Geckos gibt’s hier ja auch!



Kurz nach neun ist dann Schluss mit Lustig :woohoo: – die Statistiken müssen auf den aktuellen Stand gebracht und dazu einige Vögel an Hand von Fotos nachbestimmt werden.



Matte hat eine recht eigenwillige Strategie, um seine Sichtungen zu registrieren: er blättert jedesmal aufs Neue sein Vogelbuch von vorne nach hinten durch und trägt in der Liste hinten ein, was er wann wo und ob als Erstsichtung gesehen hat. „So bin ich sicher, dass ich keinen vergesse!“. Aha :ohmy: ! Das Ganze wird von ihm vor sich hinmurmelnd kommentiert „ja, braune Flügeldecke, kurzer Stoß, passt, gesehen in,…..“ Ruth und ich haben unseren Spaß :silly: !

Ruth selbst bevorzugt die elektronischen Hilfsmittel: zackzack werden sofort bei der Sichtung Häkchen in ihrer Vogel-App gesetzt, dazu schnell der Ort vermerkt, fertig! Stopp, doch nicht fertig, denn parallel dazu macht sie in ihrem alten Sasol geheimnisvolle Zeichen bei den Sichtungen :dry: – die Back-Up-Statistik sozusagen. Und wenn sie sich nicht sicher ist, spielt sie uns eine nicht endend wollende Folge verschiedener Vogelstimmen auf ihrem Smartphone vor. War’s der da, oder der, oder etwa doch dieser? :huh: Warum muss ich gerade jetzt an die Fantastischen Vier denken B) ?? An den jeweils folgenden Diskussionen beteilige ich mich nicht, das Gepiepse hört sich für mich eh alles gleich an – ich warte lieber ab, wie die Expertenkommission entscheidet!

Generell merke ich, dass mir das Profi-Birder-Gen wohl fehlt – es ist mir relativ wurscht, wie viele Vögel ich sehe, wie viele neue, wie viele auf dieser Reise, wie viele in meinem ganzen bisherigen Birderleben und wo das war. Für mich zählt mehr das Gesamtkunstwerk Namibia/Botswana. Was nicht heißen soll, dass ich mich nicht diebisch freue, wenn mir ein scharfes Foto eines Vögeleins gelingt und wenn ich danach herausfinde, wie das Flattertier heißt oder wenn ich es gar spontan weiß. Spaß habe ich definitiv dabei – aber mir fehlt der nötige und nachhaltige Ehrgeiz….. (und mir gefallen ganz laienhaft weiterhin die bunten Vögel und die Greife am besten :laugh: ).

Gegen 10 Uhr machen wir uns auf den Weg nach Puros – eigentlich wollten wir dort 2 Nächte sein, hatten aber nichts vorgebucht – so passt das prima mit dem Puffertag, den wir nun in den Giribis Plains verbraten haben. Weit ist die Strecke nun nicht mehr – gut, denn wie jeden Tag wollen wir auch heute gegen Mittag auf der Campsite sein :whistle: !

Ein paar Tierchen gibt’s unterwegs dennoch zu sehen – an dem Springbock finde ich vor allem den Schwanz witzig, ist mir bisher noch nie aufgefallen, was für eine Form der hat!



Bald sind wir auf der D3707 – ganz ehrlich Uwe, wenn ich mir deine Spuren im Sand so anschauen: meinst du nicht, du solltest in Zukunft auf das Bier zum Frühstück verzichten :P ?



Ein letzter Blick zurück auf unseren fantastischen Übernachtungsplatz – jetzt nur noch ein kleiner brauner Haufen!



Immer wieder machen wir Stopps



zum Beispiel für diesen Double-banded Courser:



Dann erreichen wir die Puros-Conservancy.



Wir fahren wieder einmal durch sagenhafte Landschaften.











Das Ganze hat jedoch einen bitteren Beigeschmack für mich. Tomakas, Omiriu, Ondudupi– hier haben sich die Dramen um die 5 Musketiere abgespielt. Ich muss an meine Söhne denken, die damals Ausschnitte aus dem Film gesehen hatten und meinten, den müsse ich mir unbedingt auch anschauen. Wir kamen so darauf zu sprechen, dass ich den Film natürlich kenne, die Arbeit von Dr. Philip "Flip" Stander ständig verfolge, selber auch mitgespendet habe bei den Halsbändern, ich habe ihnen von den Hintergrundinfos berichtet, die ich von Guido habe, ich zeigte ihnen die Website der Desert Lion Conservation – die Jungs waren fasziniert!

Entsprechend geschockt waren sie, als ich ihnen den Tod des ersten, erschossenen, Löwen, im Juni 16 mitteilen musste, dann die Vergiftung drei weiterer und später des fünften, der im April 2017, während unserer Botswanareise, getötet wurde. Es fühlt sich gar nicht gut für mich an, als wir hier durchfahren und ich nun zum ersten Mal live vor Ort bin …

(Über den Human-Wildlife Conflict werden wir in Botswana übrigens auch noch etwas erfahren!)









Birding ist auf dieser Strecke nicht so einfach – da müssen auch mal Frau und Herr Strauß dafür herhalten.





Die kennen wir auch schon: Frau Double-banded Sandgrouse piepst ganz aufgeregt „Wo ist mein Mann?“



Ganz ruhig - hier ist er doch!



Und weiter geht's - unser letzter Stopp:





Gegen 13 Uhr, was ohne Diskussion noch als „mittags“ durchgeht ;) , kommen wir in Puros an – wow – zum ersten Mal haben wir es also geschafft :) !



Man sieht noch deutlich, wie stark der Hoarusib hier geflossen ist – das Camp war meines Wissens auf Grund der Überflutungen ein paar Monate vorher eine Weile geschlossen (oder verwechsle ich etwas?).



Jetzt ist aber wieder alles intakt und wir genießen die in Büsche und Bäume integrierte Dusche. Danach noch schnell den erstaunlich kooperativen Rotbauchwürger ablichten – und dann verziehe ich mich zu einem Schläfchen in mein Zelt. Eine gute Wahl – die anderen sitzen wohl währenddessen mitten in einem Staubsturm und sind not amused.



Später machen Ruth und ich uns ans Wäschewaschen (artgerechte Haltung :P )



und ziehen dann zu viert und zu Fuß ein bisschen durch die Landschaft, wobei es immer noch unangenehm windig ist. Dabei begegnen uns diese Giraffen, weit entfernt im Hintergrund grasen Oryxe. Wirklich eine beeindruckende Gegend hier!









Den Kronenkiebitz habe ich auch noch nicht auf meiner Speicherkarte – und auch wenn es unzählige bessere Gelegenheiten gegeben hätte auf der Reise – dies ist tatsächlich mein einziges Foto von ihm.



Zurück im Camp beobachten wir diesen Bare-cheeked Babbler, der die Sache mit dem Seitenspiegel, wie so manch anderer Vogel auch, nicht kapiert und verzweifelt darauf rumhackt. Er tut mir leid :( und ich verjage ihn immer wieder – aber dann landet er eben beim anderen Auto und macht dort weiter.



Bevor es dunkel wird ist noch mal eine Runde „Birden“ angesagt – so sieht das aus, wenn gemeinsam den Vögeln nachgestellt wird.



Nur ich konzentriere mich gerade auf die Menschen – und prompt verpasse ich die besten Foto-Momente, als zwei Babbler intensiv miteinander schmusen (ich hoffe, die anderen haben gute Bilder davon, denn das sah wirklich herzallerliebst aus!)





Kurz vor Torschluss schummelt sich noch ein ganz gewöhnlicher Gelbschnabeltoko ins Bild – und dann ist es Zeit fürs Kochen und einen leckeren Gin-Tonic, mixed by Matte (leider kein Foto)!



Na, das war doch mal ein recht gechillter Tag, oder?? So wird das aber nicht weitergehen - morgen und übermorgen wird alles von uns abverlangt werden, was unsere Gruppe an fahrerischem Können, Sandschippen, Steineschleppen, Nerven, Adrenalin und Teamfähigkeit aufzubieten hat :S :woohoo: :evil: !
Letzte Änderung: 31 Aug 2017 16:52 von Champagner.
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31 Aug 2017 15:45 #487496
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6. August 2017 – Von Puros nach Opuwo durch den oberen Hoarusib – Tag 1 / Teil 1

Vorab zu der oben genannten Streckenführung: Wenn man von Puros nach Opuwo möchte, kann man der D3707 folgen.



Man kann aber auch das gerade Stück nach Nordwesten durch den Hoarusib fahren und dann an der Stelle, wo er von rechts aus den Bergen kommt, das Flussbett verlassen und etwas später in den Khumib wechseln (gelb markiert).



Wir sind ja aber besonders clever :lol: und wählen die tatsächliche Abkürzung nach Opuwo – einfach der roten Strecke folgen im Flussbett des oberen Hoarusib, bis dieser die D3707 wieder schneidet.



Nein – damit es hier keine Aufschreie gibt B) : so naiv waren wir bei der Planung natürlich nicht und dass dies keine Kaffeefahrt werden würde, war uns auch klar. Es gab vor uns ja auch schon ein befreundetes Fomi-Paar, die Claxens, die diese Strecke (an einem Tag!) gefahren sind. Kurz vor Kronau 2016 saßen die Muckels und die Claxens wohl zur Beratung beieinander. Freitags in Kronau begrüßte mich Claudia mit den Worten: „Ich hab schon gehört, wo Ihr 2017 langfahren wollt!“ :whistle: . Ihre hochgezogenen Augenbrauen hätten mir zu denken geben sollen sowie ihr nächster Satz: „Ruth hat schon gesagt, dass sie einen Teil davon lieber zu Fuß gehen wird!“. :woohoo:

Tja, da wusste Ruth sicher noch nicht, dass sich dies teilweise tatsächlich so ergeben würde :blink: !

Trotz allem konnten wir uns natürlich nicht ausmalen, was auf uns zukommen würde – und im Rückblick ist dies auch gut so :) !
Wobei das jetzt - wo ich es nochmal lese - doch seeehr dramatisch klingt - uns ist nichts passiert oder dergleichen!

Auf jeden Fall sind wir bestens gerüstet, als wir am 6.8. starten, wir haben zwei wirklich gut ausgestattete Fahrzeuge, zwei tolle Fahrer ( :kiss: :kiss: ), zwei Tage Zeit, ausreichend Diesel, ein SAT-Phone, genug Vorräte und Wasser sowie jeweils 2 Ersatzreifen und wir sind alle gesund und munter und bester Dinge!

Um sieben Uhr zusammen mit der aufgehenden Sonne wird gefrühstückt. Übrigens war diese vorletzte Nacht in Khowarib mit den 27°C eine einmalige Ausnahme, schon gestern am Signal Hill war es wieder kühler, aber nicht unangenehm, Uwe hat es sicher notiert, ich denke irgendwas um 12°C rum oder und heute ähnlich.



Wir knipsen bis halb acht noch bissle in der Gegend rum – und was wir die nächsten 2 Stunden machen, entzieht sich meiner Erinnerung :huh: – ich auf jeden Fall keine Fotos! Um ca. halb zehn verlassen wir die Campsite und fahren zuerst oberhalb des Flussbettes eine Zeit lang durch viel Nichts!






Springbock an viel Nichts



Die Eulenmuckels haben schon eine Weile einen schleichenden Platten, der in Swakopmund versucht wurde zu reparieren und sie beschließen, dieses Rad nicht zu wechseln, sondern immer wieder zu kontrollieren und gegebenenfalls aufzupumpen, da ihnen ein neuer Reifen zu schade für die kommende Strecke ist.



Die Sicht auf de Landschaft rund um das Trockenflussbett ist toll





und bald fahren wir auch in eben diesem.



Es bieten sich uns wieder viele Motive







Die Himba-Sphinx



dekoriert mit vielen Zieglein



Zwei Toyotas beim Kuscheln :P



Und wieder viel Landschaft:






Dieses Bild mag ich irgendwie ganz besonders gern! :) :kiss:



5 flüchtige Strauße für die 4 Birder:



Kurz nach elf Uhr erreichen wir die Stelle, an welcher jeder andere vernunftbegabte Mensch sich eher links hält Richtung Khumib - wir biegen rechts ab, um dem Hoarusib weiter flussaufwärts zu folgen :unsure: !



ein letzter Blick zurück:



Ich werde nie Uwe’s Kommentar an dieser Stelle vergessen :silly: : "Das ist immer das Tolle an Strecken, die man noch nie gefahren ist – man weiß nicht, was einen nach der nächsten Kurve erwartet!"



Ja, Uwe, ja...... du hast Recht – und eins sei schon mal gesagt: Kurven gibt es hier wie Sand am Hoarusib B) .

Dem aufmerksamen Beobachter wird bereits beim Betrachten der obigen Satellitenaufnahmen nicht entgangen sein, dass sich das liebliche, breite und vorallem gerade Bett des Hoarusib an dieser Stelle in einen schmalen, stark mäandrierenden hässlichen Wurmfortsatz verändert - hier noch einmal in aller Deutlichkeit :sick: !



Nach einer kurzen Pause machen wir uns auf zu unserem Höllenritt – Ruth nimmt das ziemlich wörtlich - ich sterbe tausend Tode, dass sie bei einer heftigeren Bodenwelle mal aus dem Fenster fällt :woohoo:



Die landschaftliche Schönheit (denn schön ist das mäandrierende hässliche Etwas ja doch irgendwie ;) begeistert uns



Immer wieder treffen wir auf Stellen, an denen noch recht viel Wasser vorhanden ist



A stoinigs Äggerle – würde der Schwabe hier sagen!





Auch Zeichen menschlicher Zivilisation gibt es: Esel und andere Nutztiere. Uns ist völlig unklar, wie man hier in dieser verlassenen und irgendwie auch unwirtlichen Gegend leben kann…… Menschen sehen wir allerdings sehr lange keine.



Kurz vor 12 Uhr: Rumpelnd quälen wir uns über große Flusskiesel vorwärts :blink:



An dieser Stelle ist weniger das Wasser, als der fluffige Sand am anderen Ufer, in dem Uwe kurz hängen bleibt, das Problem.



Uns begegnen bizzare Felsformationen



Und lässige Paviane





Birden im Oberen Hoarusib stellt sich als eine der großen Herausforderungen der Gegend dar :S – außer den üblichen Verdächtigen am Wasser ist nichts zu sehen.




Matte jammert ein bisschen vor sich hin: Und wo sind hier die Greife???

Steinige Passagen wechseln sich mit sandigen, zum Teil unterspülten Stellen ab, wir wissen nicht, was wir besser (schlimmer?) finden sollen. Ständig den Reifendruck zu ändern ist keine Option, sonst wären wir vermutlich noch heute dort unterwegs – also müssen Matthias und Uwe große Vorsicht walten lassen.







Und wieder ein schmaler Streifen Wasser direkt am Felsrand, in dem eine Nilsgans mit ihrem süßen Nachwuchs schwimmt.





Hier bräuchte man eigentlich Schwung, um gut über den oberen sandigen Teil zu kommen, aber die Anfahrt ist matschig – egal, unsere beiden Fahrer schaffen das mit links. Apropos links, jeweils der linke Vorderreifen hebt kurz ab, seh ich gerade…. :)







45 Minuten lang kämpfen wir uns weiter voran und beschließen dann, im Schatten dieses mächtigen Baumes, an dem sich jede Menge Treibholz abgelagert hat, unsere Mittagspause zu machen.



Pause B)
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01 Sep 2017 15:07 #487643
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6. August 2017 – Von Puros nach Opuwo durch den oberen Hoarusib – Tag 1 / Teil 2

Während wir essen beobachten wir diese Ziegenherden an den Berghängen.





Auch ein Hirte mit (vermutlich?) seinem Sohn zieht grüßend an uns vorbei. Ihre Art, die Herde zusammen zu halten ist nicht sonderlich freundlich, die Ziegen, die ausscheren, werden treffsicher mit Steinen beworfen :ohmy: .

Wo wohnen diese Menschen, wo ziehen sie hin? Natürlich ist das Wasser hier in der Schlucht attraktiv, aber wovon – außer von Ziegenmilch und Ziegenfleisch – ernähren sich diese Menschen? :dry:

Ruth denkt kurz über einen Berufswechsel nach: statt sich demnächst wieder dem Stress an der Schule auszusetzen, würde sie gerne Ziegenhirtin werden, morgens mit der Herde ans Wasser laufen, nachmittags über die Hänge wieder nach Hause klettern, diejenigen, die sich schlecht benehmen, mit einem Stein bewerfen, dies alles ohne doofe Kollegen, ohne Schulleitung – nur tagaus tagein Berg runter, Berg hoch, Berg runter, Berg hoch….. B)

Schlussendlich entscheidet sie sich aber doch für ihr bisheriges Leben und wir können weiterfahren - ganz hinten in dem Einschnitt sieht man die Ziegen übrigens nochmal auf ihrem Weg nach oben .



Bei solchen Strecken verfallen wir in einen Geschwindigkeitsrausch!



Es geht weiter rauf und runter (auch ohne Ziegen….)



Eine halbe Stunde später – wieder Ziegen.



Sie kommen gerade an dieses „Wasserloch“ gelaufen, einen Hirten sehen wir nicht – kurz darauf tauchen auch noch Schafe auf.



Im Wasser selber entdecken wir Frösche – wir auch Topobär in seinem Bericht beschrieben hat – in verschiedenen Entwicklungsstadien. Trocknet das Wasser hier nie aus?



An dem Elefantenloch (den/die Verursacher sehen wir leider nicht) kann man erkennen, dass der Grundwasserspiegel sehr hoch ist.



Laut Guido, den ich die Tage gefragt habe, ist der Hoarusib im Februar abgegangen – und laut der Desert-Lion-Conservation-Seite muss es im April hier auch noch mal richtig zur Sache gegangen sein:
9 Apr 2017. Flash Floods. The Desert Lion Project has continued with research and monitoring. Extensive and unusual flash floods were recorded for the Ugab, Hoanib, Hoaruseb and Khumib Rivers.

Auch auf diesem Foto kann man die Menge an Treibholz, die der Fluss mit sich geführt hat, gut erkennen.



An dieser Stelle gibt es aber noch ganz andere Besonderheiten:

Matthias und ich queren das Geröllfeld als erste und sind nicht begeistert über diese Fahrerei – man kommt maximal mit Schrittgeschwindigkeit weiter und hat trotzdem Angst um die Reifen – ein bisschen kann man es in dem Videoschnipsel erkennen und hören, als die Muckels den Abschnitt fahren. Bisher waren die Steine eher rund, diese sind aber ein bisschen fieser....



Vorallem die vielen Menschen hier erstaunen uns:

Wir sind verblüfft, dass unter dem Baum eine Nomaden(?)-Familie sitzt – in meiner Erinnerung sind es keine traditionellen Himbas (Ruth, Matte, Uwe, war das so?).

Auf der sandigen Anhöhe parallel zum Geröllfeld steht ein Auto! Es entpuppt sich als der fahrbare Untersatz einer fünfköpfigen Touristenfamilie (aus einem südeuropäischen Land, Ruth und Uwe, die von ihnen angesprochen werden, können den Dialekt nicht genau zuordnen - man hört sie übrigens auf dem Filmchen im Hintergrund reden). Ein Allradfahrzeug, aber mit relativ normalen Reifen und wenig Bodenfreiheit – ohne Campingausrüstung.
Wir reiben uns verwundert die Augen – wo kommen die denn her? :blink:

Die Eulenmuckels erzählen uns, als sie bei uns eingetroffen sind, die Geschichte: die Familie ist wohl seit heute früh 7 Uhr unterwegs von Opuwo kommend. Sie wollen heute noch Puros erreichen. Es ist 14.38 Uhr. Sie fragen die Muckels nach der Streckenbeschaffenheit und meinen, die noch vor uns liegende Strecke sei schwierig, mit vielen Steinen, aber mit zwei Fahrzeugen und mit Winsch und allem Pipapo müssten wir es schaffen. Tatsächlich wird sich zeigen, dass der Abschnitt, den sie schon gefahren sind, und den wir noch vor uns haben, wesentlich zeitaufwändiger und nervenraubender sein wird als der bisherige.

Wir sind seit ca. 5,5 Stunden unterwegs und es scheint uns unrealistisch, dass die Familie noch bei Helligkeit ihr Ziel erreicht.

Im Nachhinein habe ich mir überlegt, dass es vielleicht doch geklappt haben könnte – wir sind ja durch unsere Fotostopps und das Diskutieren kniffliger Streckenabschnitte recht langsam unterwegs, außerdem fahren sie „mit dem Strom“ und können die meisten Böschungen, die wir aufwärts fahren mussten, einfach runterrutschen. Wenn man statt unseren 5 Stunden 3,5 ansetzt, dann wären sie kurz nach Sonnenuntergang, aber noch bei Restlicht, in Puros. Auf der anderen Seite: mit diesem Auto????

Wir werden nie erfahren, wie diese Geschichte ausging – aber sie beschäftigt uns gedanklich den restlichen Tag über – und auch die ganze weitere Reise über reden wir immer mal wieder davon. Wenn sie es nicht geschafft haben – wo haben sie übernachtet und wie? Sie haben keine Zelte dabei. Wie ist die Stimmung im Auto? Die Frau muss ihren abenteuerlichen Gatten doch hassen :evil: :angry: , der sie in diese Situation gebracht hat. Wir stellen uns die quengelnden Kinder vor, die stundenlang ins Auto eingesperrt sind – die tollsten Naturspielplätze unerreichbar vor Augen :S !

Bevor wir selber aber heute noch ausgiebig im Sand spielen werden :whistle: machen wir uns auf die Weiterfahrt – unterbrochen von diversen Stopps, bei denen wir die kleinen Kunstwerke bewundern, die die Natur geschaffen hat.







(Zwei von drei haben es geschafft):







...bei denen wir einfach die Landschaft genießen









...und bei denen wir ab und zu den schleichenden Platten prüfen



Unser Navi zählt auch nicht gerade zu den großen Motivationskünstlern :lol:



Aber danke für den Hinweis, auf die D3707 werden wir erst morgen treffen, Elefanten gibt’s keine – dafür Bad Roads vom Feinsten – alles klar!

Wir holpern weiter - die Abschnitte mit dickem Geröll werden immer häufiger :S







Hier ist es 16.15 Uhr und die Konzentration lässt langsam nach







So kommt es, dass wir, die Vorausfahrenden, eine Viertelstunde später diese Passage mit zwei Absätzen falsch einschätzen und Matte die Kiste so richtig fein im Sand verbuddelt!



Also machen wir uns zu viert (mit Unterbrechungen, denn ab und zu machen wir natürlich auch Fotos von dieser Aktion) an die Sisyphusarbeit - es fließt immer wieder neues Material von diesem extrem feinen Sand nach. Geduldig schaffen wir es aber, den Wagen so weit freizulegen, dass wir die Holzplatten, die Savanna im Wagen deponiert hat, sowie diverse Steine (davon hat es hier ja genug) unterlegen können. Nach ausgiebiger Beratung sind wir uns aber einig, dass unser Hilux trotzdem diese letzte Kuppe nicht alleine schaffen wird (zurück ist auch keine Option, jetzt wo wir schon fast oben sind). Also suchen wir für den Landcruiser einen besseren Weg auf das Plateau (den gibt es zum Glück) und beim zweiten Anlauf bekommen wir unseren verbuddelten Wagen mittels Winde wieder flott (auch wenn es auf dem Foto nicht so aussieht – der Hilux steckt tief im Sand!).



Allerdings hat nun niemand von uns mehr Lust weiterzufahren, mittlerweile ist es auch schon nach 17 Uhr und so sind wir unserem schlauen Fahrzeug sehr dankbar, dass es sich exakt diese - als Übernachtungsplatz perfekte - Stelle zur Dienstverweigerung ausgesucht hat! :kiss:

Jetzt aber schnell Erste Hilfe



für die ausgepowerten Fahrer – ein großes Lob an euch! :kiss: :kiss:



Während wir noch beim Durstlöschen sind, schiebt sich – bei leichtem Restsonnenschein auf den hintersten obersten Bergkuppen – direkt neben uns der Vollmond hinter dem Felsen nach oben!







Was für ein passendes Szenario für diesen Tag. Wir verbringen – wenn auch etwas paniert – einen wunderschönen Abend in dieser phänomenalen Kulisse – laue Temperaturen, gutes Essen und Trinken, nette Menschen und völlige Einsamkeit. Wir sind uns nicht ganz sicher, ob es in unserer Nähe menschliche Behausungen gibt, aber es taucht niemand auf, weder am Abend, noch nachts (soweit wir es mitbekommen) noch morgens – wir sind tatsächlich in einem völlig einsamen Abschnitt der Strecke (wenn ich es richtig recherchiert habe, müssten wir hier gewesen sein – vielleicht kann Uwe dies anhand seines Trackings verifizieren).




Erschöpft, aber auch sehr glücklich verbringen wir hier eine unserer schönsten Nächte, die ich sicher nie vergessen werde!

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7. August 2017 – Von Puros nach Opuwo durch den oberen Hoarusib – Tag 2

Ich fürchte, auch heute kann ich euch nicht viel mehr bieten als Geröllfelder, Sand, große Steine, Wasser, und zwei Toyotas :blush: .

Aber vielleicht ist dies auch gar nicht schlecht so, da es exakt unsere Wahrnehmung wiederspiegelt: es ist ein Tag mit einer nicht enden wollender Abfolge geländetechnischer Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt. Und wer von euch diese Strecke auch mal fahren möchte, weiß am Ende dieses Kapitels, was auf ihn zukommt – aber auch, dass es zu schaffen ist :) !

Aber von vorne:

Kurz vor 7 Uhr genieße ich die geniale Aussicht auf unseren Übernachtungsplatz.



Bald ist auch der Frühstückstisch gedeckt – wer würde nicht gerne hier sein Müsli schlabbern? Wir lassen es in Ruhe angehen…. Zumal wir wissen, wie unser nächstes Frühstück sein wird :sick: .



Die Steine glühen hier zwar nicht mehr rötlich - aber dafür wärmt die Sonne schon richtig gut, wie man an unserer Bekleidung (und der guten Laune :) ) erkennen kann:



Birden ist auch heute nicht sonderlich ergiebig – außer Bergschmätzer Nr.362 ist nichts zu finden :( .



Also brechen wir so gegen 8.30 Uhr auf!



Heute früh haben Ruth und ich übrigens ein paar Hochrechnungen angestellt ;) : Die Familie von gestern hat von Opuwo aus 7,5 Stunden gebraucht bis zu der Stelle, wo wir sie getroffen haben, das war um 14.30 Uhr, danach sind wir noch 2 Stunden gefahren (das Ein- und Ausbuddeln rechnen wir natürlich nicht mit, das war ja keine reine Fahrzeit), also haben wir heute noch 5,5 Stunden bis Opuwo vor uns (logisch, oder :blink: ?). Wenn wir um 8.30 Uhr losfahren sind wir – richtig :) – um 14 Uhr in Opuwo. WER will denn aber um 14 Uhr in Opuwo sein :dry: ?? Das heißt, wir könnten die Campsite in Opuwo, wo ja eh nur geklaut wird laut Forumsberichten, sausen lassen und noch ca. 3 Stunden weiterfahren, und somit die erschreckend lange Transferstrecke, die für morgen geplant ist, ziemlich entschärfen :) .

Gute Rechnung, oder? :whistle:
:lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

Leider haben wir in unserer Kalkulation außer Acht gelassen, dass der Begriff „reine Fahrtzeit“ nicht auch nur ansatzweise etwas mit unsere Fahrweise zu tun hat! „Rein“ ist da gar nichts! Wir halten (zumindest anfangs) oft zum Spaß an – noch öfters aber gezwungenermaßen, weil es Strecken zu begutachten, besprechen und manuell zu optimieren gibt (was zu 99% Steineschleppen bedeutet).

So, Thomas – und nun zitiere ich dich und du verstehst jetzt sicher, warum ich gestern laut lachen musste, als ich deinen Bericht nachgelesen habe :laugh: :

topobär schrieb:
Ich überlege schon, ob wir nicht gleich bis Opuwo durchfahren und den so eingesparten Tag lieber woanders einsetzen, aber Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall.
B)

Unser nächster Stopp ist bereits wenig später – hier müsste doch ein idealer Platz zum Birden sein, es zwitschert, quietscht und trällert aus sämtlichen Büschen und Bäumen ringsherum.



Aber Fehlanzeige -die Vögel sind sehr scheu – so macht das keinen Spaß. Wir fahren also weiter:





9 Uhr – wir stehen vor der ersten Schwierigkeit des Tages: hier müssen wir hoch, über zwei Absätze, einer fest, aber mit Steinen in der Anfahrt, einer sandig.



Rein mathematisch/physikalisch betrachtet kann das schon mal nicht gutgehen, wenn man Böschungswinkel, Radabstand, restliches Auto nach der Hinterachse, benötigter Schwung und was weiß ich noch in die Rechnung einbezieht :blink: . Und schon scheppert es bei Uwe – er ist mit der Anhängerkupplung aufgesessen. Dies hat ein paar kleinere Folgen, die von Matthias und ihm aber fachmännisch behoben werden. Kostet halt auch wieder Zeit – die ich mir mit Fotografieren vertreibe.







Matthias schafft den ersten Teil locker, aber im Gegensatz zu Uwe bleibt er im zweiten hängen, dabei setzt auch er kurz auf, zumindest hören wir ein unerfreuliches Geräusch. Und was macht der Deutsche in Afrika in einem solchen Fall? Na klar, er pflastert erstmal die Straße :silly: !

Vorher:



Bei der Arbeit:



Und nachher - geschafft!




10.15 Uhr : Die Muckels fahren voraus, sie überqueren ein hässliches Geröllfeld – wir nutzen die Gelegenheit und versinken mal wieder im Sand :woohoo: . Ruth und Uwe sind nicht mehr zu sehen und so müssen wir – dank nicht funktionierender Funkgeräte – uns alleine aus dem Schlamassel befreien. Also wieder schaufeln und unterlegen, was das Zeug hält. Matthias versucht rückwärts aus der Misere zu kommen und unser Toyota dankt mir meine Anschiebversuche mit einer Ganzkörpersanddusche :sick: . ABER: wir sind frei – und sandig war ich eh schon, so what! Das viel größere Problem ist die Tatsache, dass wir unsere Unterlegbretter nicht mehr finden (wo wir doch eh von Anfang an nur 3 Stück hatten). Doch, eines buddel ich noch schnell aus – aber die anderen zwei scheinen sich in dem bis zum Erdmittelpunkt reichenden Sand einfach zu entmaterialisieren! :sick:

Inzwischen sind die Eulenmuckels aufgetaucht – ihnen kam unsere lange Abwesenheit dann doch komisch vor. Allerdings war klar, dass sie dieses Geröllfeld nicht dreimal fahren wollen und so kommen sie als Spaziergänger bei uns an. Wir suchen zu viert mit einer Sonde nach den Brettern, aber nichts… sie sind weg!

Also muss es ohne sie gehen – apropos GEHEN – hier trifft es sich ja, dass Ruth im Vorfeld zu Claudia Clax meinte, sie würde wahrscheinlich manche Stellen lieber zu Fuß gehen :P !




Dies wird auch im weiteren Verlauf des Tages so sein, denn immer wieder müssen wir aussteigen, die Stellen besprechen und Steine umbauen. Uns wird nicht langweilig, kalt sowieso nicht – aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht dehydrieren. So viel kann man gar nicht in sich reinschütten wie man ohne es zu merken, d.h. ohne klebrig zu schwitzen, verdunstet.














Einmal treffen wir auf einen Cow-Road-Block, fragt mich bitte nicht, wo die Viecher herkommen, wir sind meilenweit von menschlichem Leben entfernt (so haben wir zumindest das Gefühl – später stehen immer mal wieder völlig unvermittelt Himba-Frauen am Wegesrand, und auch einen Mann und kleine Kinder sehen wir….). Fotos gibt’s wie immer keine davon – wir mögen alle keine Menschen zu Demozwecken fotografieren.



Danach wieder dicke Steine - ja, ich weiß, die Bilder gleichen sich den ganzen Vormittag über, sind aber tatsächlich zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommen! Es gibt hier nun mal viele, viele Steine, große, kleine, runde, eckige.... :blink:



Um 11.30 Uhr gibt’s mal wieder eine sandige Böschung – man sieht wie die Perspektive täuscht, auf dem ersten Foto wirkt es ganz flach, aber wenn man das Ganze aus den Augen der dort wachsenden ?-Pilze betrachtet, stellt man fest, dass es wieder ein Problem geben könnte. Entsprechende lange benötigen wir für dieses Stück.







Um 12 Uhr dann mal wieder Wasser – komischerweise scheint sich hier jemand festgefahren zu haben. Oder haben die Kinder von gestern hier ein bisschen Dämme bauen dürfen? Leider hat dieser Jemand auch seine Orangenschalen einfach so in die Landschaft geworfen. :angry:



Oftmals ist bei den Passagen, wo man aus dem Flussbett heraus über einen sandigen Uferabsatz fahren muss, das große Problem der fehlende Schwung: entweder hat es gar keinen Platz, oder Wasser, oder Matsch oder dort schon Sand oder fiese Steine und man muss die schwierige Stelle deshalb quasi aus dem Stand fahren (so ähnlich hatte Guido dies in Topobärs Bericht auch beschrieben - scheint also nicht nur unser ganz subjektiver Eindruck zu sein). Dies hier jedoch ist für unsere Spezialisten kein Thema – durch und hoch und fertig! :)

Nun folgt das wohl anstrengendste und zermürbendste Stück dieser zwei Tage: das Flussbett verengt sich in dem tief eingeschnittenen Tal und es gibt kaum ein Durchkommen. Zitat Ruth (ich hab den Videobeweis ;) ) : „Jetzt wäre es doch nett, mal wieder gemütlich in einem Nationalpark rumzufahren – einfach bisschen …..Tiger finden!“ :blink: :laugh:







Ein guter Einweiser ist Gold wert:





Das Problem ist oft, überhaupt eine Spur zu finden: Wo bitte geht’s hier nach Opuwo? :dry:




Matthias und ich bemängeln generell die Beschilderung hier – und überhaupt, wo sind die Mittelstreifen? Wäre das nicht ein schönes Projekt für die EU oder alternativ für die Chinesen? :whistle:

An dieser Stelle noch ein Ruth-Zitat (sie bezieht sich auf die Claxens und ihre Erzählungen über ihre Fahrt hier durch): "Na da werd ich mich bei Claudia aber nochmal bedanken" ( was immer das heißen soll :blush: ), "Claudia hat ja gesagt „Hmmmmm, ja, war ned doll“ – aber der Axel hat gemeint: "Kein Problem“ !

Axel, ich würde jetzt einfach präventiv für die nächste Zeit in Deckung gehen :woohoo: !






Dabei sieht es doch eigentlich ganz hübsch aus hier – Tage später fragen wir uns, ob wir eigentlich die Landschaft zu diesem Zeitpunkt noch wahrgenommen haben?









Wir schuften und stöhnen und weisen ein und sorgen uns ums Material – und haben nur noch einen Gedanken:
WIR WOLLEN HIER RAUS !


Kurz nach 13 Uhr ist ein bisschen Land in Sicht – das Tal weitet sich wieder.









Die vergangenen 4,5 Stunden, in denen wir durch diese Schlucht ge“fahren“ sind, habe ich im folgenden Filmchen versucht auf 4,5 Minuten zu komprimieren.



Es wird aber noch 1,5 Stunden dauern, bis wir um 14.30 Uhr tatsächlich auf die D3707 treffen. So viel zu unserer Rechnung, um 14 Uhr in Opuwo zu sein. :whistle: :silly:

Kurz vorher werden wir mit diesem tollen Anblick belohnt!



Und hier – 14.31 Uhr – verlassen wir den Trail durch den Oberen Hoarusib, fallen uns vor Freude in die Arme und bringen dann unsere Reifen wieder auf einen etwas höheren Druck.



An dieser Stelle mal wieder ein Riesenkompliment an Matthias und Uwe (in alphabetischer Reihenfolge, also nicht wertend), die auch diesen Tag bravourös gemeistert haben :kiss: :kiss: ! Überhaupt gab es in der ganzen Truppe nie ein böses Wort, die Stimmung ist nicht gekippt und wir fanden immer mal wieder Zeit und Platz für ein kleines Scherzchen.

Anschließend werden wie noch 3,5 Stunden bis zu unserem Ziel benötigen - das hatten wir uns irgendwie nicht so vorgestellt und ist seeeehr zäh!! :sick:



die Gründe sind „Bad Road“, und zwar so richtig, und ein paar Birder-(endlich!) und Quassel-Stopps.
Nochmal eine Dry-Riverbed-Crossing, ich kann das Wort nicht mehr hören!



Für eine ganz tolle Sichtung brauchen wir einige Zeit – ein Schwarzbrustschlangenadler mit seiner Beute. Er kreist und schwebt lange über uns, und auf jeden Fall Uwe und ich glaube auch Matthias gelingen tolle Fotos – ich bin schon sehr gespannt darauf!



Kleines Päusle



Es blüht bereits!



Gelbschnabelmadenhacker – hätte ich hier jetzt auch irgendwie nicht erwartet!



Strichelracke – leider bei schlechtem Licht (es ist auch schon 17 Uhr)



Um 18.11 Uhr erreichen wir die Opuwo Country Lodge und staunen über den orangefarbenen Mond über der Ortschaft!



Das Einchecken nervt – irgendwelche Italiener bekommen keine Campsite mehr und stressen rum, inklusive lauter Handygespräche, überhaupt hat es hier viel zu viele Menschen und Autos. Wir bekommen die Campsite Nr.1 – na bravo, hieß es nicht neulich, dass dort am leichtesten geklaut werden kann, weil sie direkt am Zaun zum Hang in den Ort runter liegt? Ruth und ich gehen schnell duschen und werden dort von einer Frau angesprochen und darauf hingewiesen, dass in der vergangenen Nacht in viele Fahrzeuge eingebrochen wurde. Jaaaa…..genau so stelle ich mir eine herzliche Begrüßung vor. Angeblich war die Security in die Sache verwickelt und wurde komplett ausgetauscht. Zurück an unserem Platz stehen dort auch tatsächlich zwei solche Typen. Ich schleime ein bisschen rum nach dem Motto „Sie können gerne die ganze Nacht hier stehen bleiben!“ und lächle sie so freundlichen an wie ich kann. Sie grinsen zurück – war das nun ein nettes oder ein verschlagenes Grinsen???

Sogar den Mond klauen sie hier in Opuwo :woohoo: - heute findet eine partielle Mondfinsternis statt, von der wir aber nichts wissen. Entsprechend verwirrt sind wir bei diesem Anblick zuerst.....eben war doch noch Vollmond?



Sicherheitshalber packen wir was geht in unsere Rucksäcke und schleppen sie rüber ins Lokal der Lodge, wo wir uns heute das Buffet gönnen. Während des Essens können wir uns überhaupt nicht vorstellen, dass wir gestern Nacht unterm Sternenhimmel im Flussbett des Hoarusib saßen – und nun mitten in der Zivilisation inklusive W-Lan. Es fühlt sich an wie in einem anderen Leben!
Letzte Änderung: 03 Sep 2017 14:11 von Champagner.
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8. August 2017 – Von Opuwo nach Rundu (Campsite Hakusembe River Lodge)

Beim Sichten meiner Fotos dachte ich zuerst, ich hätte meine Speicherkarte nicht komplett auf meinen Rechner kopiert, denn die Fotos von diesem Tag lassen sich an einer Hand abzählen :ohmy: .

Der Grund ist allerdings ein einfacher: heute ist ein Transfertag, zu dem wir uns bei der Planung einstimmig, wenn auch mit etwas ungutem Gefühl wegen der Länge der Strecke (rund 700 km) entschieden haben. Aber bei deeeeem Programm, das wir auf unserer Wunschliste hatten, mussten einfach Kompromisse, bzw. Abstriche gemacht werden!

So wird dies heute das kürzeste Kapitel das ich vermutlich jemals in einem Reisebericht geschrieben habe, zumindest mit den wenigsten Fotos, denn unterwegs habe ich kein einziges Bild gemacht.

Die Nacht in Opuwo war okay, ich habe trotz Lärm aus der Ortschaft, OHOA-Restadrenalin im Blut sowie Ängste wegen Räuber und Gendarmen gut geschlafen und bin beim Aufstehen erstaunt, dass Matthias und Uwe bereits den Schleichenden-Platten-Reifen gegen einen anderen gewechselt haben. Fleißige Buben :laugh: ! Es war gestern schon besprochen worden, dass Uwe auf Teer und bei hohem Tempo kein Risiko eingehen, bzw. heute nicht ständig Luft nachfüllen will, da wir eh wenig Zeit haben.

Frühstück fällt aus und wir machen uns kurz nach Sonnenaufgang auf den Weg (wenn ich mich recht erinnere :dry: ). Im Ort unten tanken wir noch schnell (oder langsam, was die Muckels und ihren Doppeltank angeht :P )

Mit Matte habe ich ausgemacht, dass er sich meldet, wenn ich ihn beim Fahren ablösen soll. Am Anfang befinden wir uns noch im Kaokoveld und treffen immer wieder auf Himbas, öfters sehen wir auch Himba- und Hererofrauen zusammensitzen. Dann erreichen wir das Gebiet der Ovambos, das sich in die 4 Regionen Oshikoto, Ohangwena, Omusati und Oshana gliedert. Ich muss hier zu allererst an „meinen“ Guide aus 2011 denken – Tutu Nakamhela, ein Ovambo mit einer sehr interessanten Geschichte. Sein Vater Priester, sein Bruder Anwalt und er – wie er selbst sagte „Das schwarze Tourguide-Schaf“. Ich betrachte es für mich persönlich als ein großes Glück, dass er damals unser Guide war – er hat mit seinen Ausführungen über sein Leben als Ovambo in diesem Land mit Sicherheit meinen Nerv mehr getroffen als dies ein weißer Namibier geschafft hätte……

Landschaftlich ist diese Gegend auch sehr interessant, ich hatte im März (ich meine es war März?) Fotos der durch die Efundja (wie die Flut dort heißt) verursachten Schäden gesehen und ich meine an manchen Stellen mich direkt an die Bilder erinnern zu können. Inzwischen habe ich noch ein bisschen über das Cuvelai-Feuchgebiet, das aus einem System von Oshanas (den nord-südlich verlaufenden Senken und Abflussrinnen) besteht, nachgelesen – sehr interessant! Insgesamt sehen wir hier recht viel Wasser und entdecken nördlich von Etosha auch immer wieder größere Pfannen, von denen Teile geflutet sind.

An den Reaktionen der Menschen am Straßenrand merken wir, dass hier vermutlich wenig Touristen durchfahren – wir werden oft sehr erstaunt angestarrt, bis dieses Starren dann in ein fröhliches Winken übergeht.

Ich weiß nicht mehr, wann und wo und ob wir Mittagspause gemacht haben – aber ich bin sicher, dass Uwe dies notiert hat und mich dann aufs Laufende bringt, wenn die Muckels ihren Bericht schreiben ;) . Erinnern kann ich mich noch an eine nette Begebenheit mitten auf der Strecke, aber die erzählt auch Uwe, weil sie ihn betrifft B) .

Eines weiß ich aber noch ganz genau: Matte fährt heute mal wieder die ganze Strecke :woohoo: . Hätte ich mich vielleicht doch aufdrängen sollen :unsure: ? Aber da auch Uwe durchfährt, wäre ich mit meiner vorsichtigen und daher langsamen Fahrweise sicher nur ein Hemmschuh gewesen…. So füttere ich meinen „Driver“ eben mit Cashew-Kernen, die wir beide sehr mögen und während der Reise tonnenweise vertilgen, außerdem mit getrockneten Mangos, nebenher nudeln wir die komplette CD der African Vocals durch und später versuche ich mehr oder weniger erfolgreich, nicht einzuschlafen :blush: !

Vor Rundu wird dann das Licht sehr schön, da wir die tiefstehende Sonne im Rücken haben (unsere Vorgabe ist heute übrigens ausnahmsweise nicht „Mittags auf der Campsite sein“ sondern „Vor Sonnenuntergang an der Hakusembe Lodge ankommen“ :whistle: ) .

Am Straßenrand spielen sich bei diesem Licht stimmungsvolle und lebhafte Szenen ab, die Menschen waschen am Fluss, holen dort Wasser, welches die Frauen wie vieles andere mehr auf den Köpfen balancierend nach Hause tragen, Kinder spielen und tanzen im Staub (zu unserem Erstaunen auch Breakdance!), alles wirkt fröhlich und friedlich. Wie sich nachher bei einem Gespräch herausstellt, sind sowohl Ruth und Uwe als auch wir im Hilux total fasziniert von diesen Bildern, die wir in unseren Köpfen abgespeichert haben.
So erreichen wir gut gelaunt, aber wirklich in letzter Minute die Lodge und eilen schnell zum Flussufer, um den Sonnenuntergang noch mitzubekommen. Für den langen Fahrtag werden wir mit diesen Bildern belohnt.



Ups - gerade noch geschafft! :ohmy:









Zum Abendessen treffen wir – wie geplant – Freunde der Eulenmuckels, mit denen sie zu Beginn ihrer Reise unterwegs waren und die heute aus ihrem Caprivi-Teil zurück gekommen sind und die Campsite neben uns haben. Wir sitzen also zu Siebt am Tisch im Speisesaal der Lodge (auch heute wird nicht selbst gekocht) und es gibt viel zu erzählen. Zurück auf der Campsite klettere ich ziemlich bald in mein Luxusquartier, die drei anderen machen sich noch (erfolglos) auf die Suche nach den Nightjars, die die ganze Zeit zu hören sind. Danach wird bei unseren Nachbarn noch ein Feuer entfacht und da sich das sehr gemütlich anhört, klettere ich im Schlafanzug wieder aus dem Hilux und stelle mich noch eine Weile dazu :) . Wieder können wir nicht realisieren, was wir in der kurzen Zeit seit Hoada alles erlebt haben – die hier lebenden Kavango-People mit ihrer wieder ganz anderen Geschichte (sie kommen ursprünglich aus Ostafrika und sind zum Teil während des Bürgerkriegs aus Angola nach Namibia geflüchtet) komplettieren unseren subjektiven Eindruck, dass wir allein heute halb Namibia ;) und einen Großteil seiner verschiedenen Bevölkerungsgruppen gesehen haben!


Übrigens haben die Campsites der Hakusembe Lodge jeweils ein eigenes schönes Sanitärhäuschen, die Dusche hat richtig viel (Kavango)Wasser, das hat mich schon 2015 in der Lodge fasziniert, und die Plätze direkt am Ufer bestehen zum Großteil aus Rasen. Dafür, dass es kein Bushcamp ist, gefällt es mir hier sehr gut ;) - und dazu wieder dieser orangefarbene Vollmond (auch wenn er ab heute schon wieder abnimmt) :kiss: !




Morgen werden wir dann Namibia (für eine Übernachtung in Botswana) verlassen und gleichzeitig beginnt nun auch derjenige Teil der Reise, in dem wir verstärkt nach fotografierbaren Vögeln statt nach fahrbaren Wegen suchen werden B) !
Letzte Änderung: 04 Sep 2017 19:59 von Champagner.
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