THEMA: Samburu auf eigene Faust
18 Sep 2016 15:08 #445247
  • Greno
  • Grenos Avatar
  • Beiträge: 27
  • Dank erhalten: 13
  • Greno am 18 Sep 2016 15:08
  • Grenos Avatar
Hallo,

in ca. zwei Wochen breche ich endlich wieder nach Kenia auf. Mzee hat mich etwas inspiriert und dieses Mal hatte ich vor, allein mit Frau hoch in den Samburu zu fahren und anschließend über Meru zurück nach Nairobi. Bisher waren wir immer mit einem Fahrer unterwegs.

Nun, die Straße bis Archers Post ist ja asphaltiert und in einem weitgehend guten Zustand. Wo ist die letzte Tankstelle (Isiolo?), wo ih tanken sollte?

Was mir mehr Sorge bereitet, ist der Samburu selbst mit seinen Dornenbüschen. Ich habe Sorge, dass ich mir mehrmals einen dieser rund 9cm langen Dornen in den Reifen steche und dann Probleme mit dem Wechsel bekomme. Außerdem: Inwieweit ist Luftablassen für die Parkpisten vorher nötig?

Vielleicht können Erfahrene die Gefahr von Reifenschäden einschätzen?

Übernachten wollen wir im Ashnil (war äußerst günstig zu buchen). Ist es ratsam, einen Guide zu buchen?

Die Alternative wäre, eine normale Safari ab Nairobi zu buchen. Preislich macht das keinen Unterschied. Aber mein Traum war eher, allein dort hoch zu fahren, um auch flexibler zu sein.

Ich hoffe au eure Hilfe.

Grüße
Gregor
Letzte Änderung: 18 Sep 2016 15:08 von Greno.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Mzeekenya
19 Sep 2016 09:23 #445357
  • Topobär
  • Topobärs Avatar
  • Beiträge: 3856
  • Dank erhalten: 3980
  • Topobär am 19 Sep 2016 09:23
  • Topobärs Avatar
Hallo Gregor,

weshalb machst Du Dir Sorgen, einen Reifen nicht wechseln zu können? Mit einem Reifenschaden musst Du in Afrika immer rechnen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, einen Reifen wechseln zu können, rate ich Dir generell davon ab, selbst zu fahren. Egal ob im Samburo NP oder anderswo.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
19 Sep 2016 12:01 #445395
  • Mzeekenya
  • Mzeekenyas Avatar
  • Journalist/Reiseschriftsteller​/Fotograf
  • Beiträge: 377
  • Dank erhalten: 1164
  • Mzeekenya am 19 Sep 2016 12:01
  • Mzeekenyas Avatar
Guten Morgen Gregor,
ideal für euch wäre, mit einem Mietwagen UND Fahrer in den Samburu und den Meru NP zu fahren. Dann kannst du überall anhalten (und z.B. fotografieren oder einkaufen). Mit Fahrer hat den grossen Vorteil, dass der Driver sich in den Parks immer bei anderen Fahrern und Guides nach Tieren erkundigen kann. Allein findest du z.B. einen Leoparden oder Löwen nur per Zufall. Mit Fahrer ist die Wahrscheinlichkeit sehr viel grösser. Die Fahrer wiederum verständigen sich entweder über "Radio call" oder aber mit ihren Handys und Smartphones.
Eine andere Möglichkeit ist, den Mietwagen selbst zu fahren. Das braucht in den ersten zwei, drei Tagen etwas Mut - vor allem in Nairobi - , aber man gewöhnt sich schnell an die Fahrweise der Afrikaner (ohne diese kopieren zu müssen...). Es ist auch keine Kunst, auf der "anderen" (nämlich der linken) Strassenseite zu fahren und mit der linken Hand zu schalten. Nur eines solltest du beachten: unter fast keinen Umständen nachts fahren bzw. nach Anbruch der Dunkelheit! Und noch eines: vorsichtig fahren, denn in Afrika ist IMMER der weisse Besucher schuld, wenn etwas passiert - selbst wenn dir ein Stockbesoffener in den Wagen rennt oder ein Radfahrer nachts ohne Licht mitten in der Strasse fährt.
Wenn du selbst fährst, kannst du in den Parks entweder bei der Rangerstationen einen Führer für einen Game drive abholen oder ich vermute, dass auch das Ashnil Camp Guides hat. Pro Game drive bezahlst du etwa 500, 600 ksh, wenn du dich auf's Handeln verstehst - sonst das Doppelte.
Tanken kannst du in Isiolo und auch in Archer's Post. Einige Lodges haben ebenfalls Tankmöglichkeiten (z.G. Samburu Simba Lodge - die aber nicht im Samburu, sondern im Buffalo Springs Reservat ist - und in der Samburu Game Lodge. In beiden Lodges kannst du auch einen platten Reifen flicken lassen. Aufpumpen lassen kannst du ihn allerdings unter Umständen erst ab 18.00 Uhr, wenn der Generator eingeschaltet wird.
Einen Dorn "einzufangen" ist im Samburu und im Buffalo Springs fast an der Tagesordnung (die Ashnil Lodge befindet sich übrigens im Buffalo Springs Reservat).
Einen Reifen zu wechseln ist kein Kunststück - sofern du das entsprechende Werkzeug hast (Wegenheber, Radmutter-Schlüssel).
Wie kommst du darauf, dass du den Luftdruck im Samburu verringern musst? Es gibt zwar, vor allem in der Nähe des Uaso Nyiro Flusses, einige sandige Stellen, aber die kannst du passieren, ohne den 4x4 einschalten zu müssen.

Trau dich, deinen Traum zu leben! Es kann dir nichts besseres passieren.
Aber vergiss nicht, am Abend alle Wertsachen in die Lodge zu nehmen und den Wagen in keiner Stadt unbewacht stehen zu lassen. Ein Parkplatzwächter ist keine Sicherheit! Die stecken oft mit Kriminellen unter einer Decke und teilen das Diebesgut.
Viel Spass, viel Erfolg und wie gesagt: traut euch.
WILLI
Letzte Änderung: 19 Sep 2016 12:17 von Mzeekenya.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Greno
19 Sep 2016 18:31 #445477
  • Greno
  • Grenos Avatar
  • Beiträge: 27
  • Dank erhalten: 13
  • Greno am 18 Sep 2016 15:08
  • Grenos Avatar
Hallo,

erst einmal vielen Dank Mzee. Das hat mir schon wsentlich geholfen.

Ich hatte mich wohl etwas umständlich ausgedrückt. Ich kenne durchaus das Linksfahren, auch in einem Rechtslenker. Das bereitet mir genauso wenig Kummer wie ein chaotischer Verkehr. Ich kenne den Verkehr aus Costa Rica, Thailand oder Australien und auch Schotterpisten. Abr ich weiß eben nicht, wie "sandig" der Samburu ist.

Ich kam auf die Dornen, da ich von der Mietwagenfirma sowie in anderen Foren darauf hingewisen wurde. Und mal einen Reifen zu wechseln ist ja kein Problem... Problematisch wird es nur bei mehreren. Ich hatte nicht an die Möglichkeit des Flickens in der Lodge gedacht und da der Wagen nur ein Ersatzrad hat, kam ich ins Grübeln.

Um Tiersichtungen geht es mir eigentlich weniger. Es ist unser sechster Kenia-Urlaub, wobei ich noch nie im Samburu war (bislang nur Tsavos, Amboseli, Mara, Naivasha, Nakuru, Baringo). Leopard, Löwe & Co. haben wir schon so oft gesehen. Es geht eher um das Naturerlebnis sowie die Möglichkeit, individuell entscheiden zu können und nicht angewiesen auf die Launen eines Guides zu sein. Das hatten wir oft und gerade auf Überführungsstrecken kann es für Einheimische verwunderlich sein, was man alles interessant findet.

Daher werde ich selbst fahren.

Zum Schluß noch zwei Fragen:
- Ist die Brücke im Samburu / Buffalo heile. Ich hatte davon gelesen. Das die Ashnil auf der Buffalo-Seite sich befindt, ist mir bekannt. Aber das Angebot war einfach zu gut.
- Wie lange braucht man realistisch von Nyeri zurück nach Nairobi Wilson Airport? Schafft man es in drei Stunden, wenn man morgens um 6.00 Uhr losfährt?

Grüße und Danke noch einmal
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
19 Sep 2016 19:19 #445487
  • Mzeekenya
  • Mzeekenyas Avatar
  • Journalist/Reiseschriftsteller​/Fotograf
  • Beiträge: 377
  • Dank erhalten: 1164
  • Mzeekenya am 19 Sep 2016 12:01
  • Mzeekenyas Avatar
Greno schrieb:
Zum Schluß noch zwei Fragen:
- Ist die Brücke im Samburu / Buffalo heile. (Ja, zur Zeit kein Problem. Das kann sich aber nach jeder Regenzeit ändern)
- Wie lange braucht man realistisch von Nyeri zurück nach Nairobi Wilson Airport? Schafft man es in drei Stunden, wenn man morgens um 6.00 Uhr losfährt? (Das hängt primär vom Wochentag ab. Samstag / Sonntag reichen drei Stunden normalerweise locker, Montag bis Freitag kannst du mit etwas Pech (hohes Verkehrsaufkommen, Unfall) doppelt so lange benötigen.)

Grüße und Danke noch einmal
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.