THEMA: Kurzer Erfahrungsbericht Zimbabwe Oktober 2016
17 Okt 2016 17:14 #448561
  • chrissie
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  • chrissie am 17 Okt 2016 17:14
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Da sich in Zimbabwe ja manches schnell ändert, hier kurz ein paar Infos, wie wir es erlebt haben.

Grenzübergänge:
Wir haben den Grenzübergang Beitbridge bewusst bei der Einreise nach Zimbabwe gemieden und sind nach Pandamatenga (Botswana) ausgewichen. Ganz so ruhig, wie ich es in einigen Reiseberichten gelesen hatte, war es zwar nicht, aber alles in allem kein Problem.
Die Ausreise erfolgte über Beitbridge. Die zimbabwische Seite war rasch erledigt (ca. 20 Min), man wollte uns zwar noch 50 US$ Clearence abnehmen, aber aufgrund unserer Recherchen im Forum haben wir die Schlepper ausgelacht und sind weiter gefahren :P . Das Chaos war dann auf der südafrikanischen Seite. Es war nicht ersichtlich, wohin wir gehen mussten: es gibt zB zwei weiße Container, gleich der erste ist es. Danach mussten wir noch zum Custom. Die Schalter waren jedoch nicht besetzt und die Dame an der Kasse war nicht gewillt, uns weiterzuhelfen: sie zog ihre „Gardine“ zu, um ungestört zu essen :evil: . Schließlich wurden wir draußen an einem Stand abgefertigt. Insgesamt hat der SA-Teil ca. eine ¾ h gedauert. Von unseren südafrikanischen Hosts haben wir erfahren, dass diese vor kurzem insgesamt 2 h benötigt haben, somit hat es uns noch gut getroffen.

Polizeikontrollen:
Hatten wir reichlich :silly: . Mal wurden wir nur kurz befragt (woher wir kommen), dreimal wollten sie den Führerschein sehen, einmal das TIP und einmal den Feuerlöscher. Häufig wurden wir jedoch durchgewinkt.
Gleich bei der ersten Kontrolle wurden wir vom Polizisten gefragt, ob wir eine Wasserflasche übrig hätten. Hatten wir B) - es war das einzige Mal, dass wir um etwas gebeten wurden.

Campsites
Wir hatten nichts vorgebucht und hatten keine Probleme im Hwange NP in den Main Camps unterzukommen. Teilweise waren wir die einzigen Camper (auch die anderen Unterkünfte waren bei weitem nicht ausgebucht). Im Main Camp fragten wir nach einer „private Campsite“, die jedoch für die folgende Nacht angeblich „fully booked“ waren. Später erfuhren wir, dass Kennedy frei gewesen wäre. Dort haben wir dann auch die letzte Nacht im Hwange verbracht.
Soweit für uns ersichtlich, wird das Maleme Restcamp im Matobo NP momentan nicht betrieben. Der Damm ist bis auf eine kleine Pfütze ausgetrocknet, die sanitären Anlagen haben kein Wasser. Es war jedoch nicht vermüllt, wie es schon beschrieben wurde.

Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Preise liegen deutlich höher als in SA und Namibia: Hwange 17,00 US$ pP/N, private CS 29,00 US$ pP/N. Die sanitären Anlagen sind zT sehr marode (besonders schlimm der ablution-Block der Männer im Robins Camp), und es müsste sicherlich mehr getan werden, damit der Zustand der Anlagen sich nicht noch weiter verschlechtert. Aufgrund eifrigen Studiums diverser RBe war uns das im Vorfeld bekannt. Wir haben es bewusst in Kauf genommen, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht stimmt. Auch außerhalb des NPs lagen die Preise bei 13- 15 US$ pP/N, wobei Norma Jeane’s Lakeside Lodge (Great Zimbabwe) das günstigste und beste Angebot war.

Lebensmittelversorgung
Im Hwange gibt es nur Getränke, Chips/Kekse und Dosen, davon gab es im Main Camp das größte Angebot. Im Main Camp gibt es auch Brot, wenn man recht früh kommt (vor 10:00 h).
In Bulawayo war das Angebot bei Foodlovers und Pick&Pay sehr gut, in Masvingo war die Angebotspalette kleiner, aber ausreichend. Die Preise sind jedoch zT recht heftig, daher möglichst vorher außerhalb Zimbabwes einkaufen.

Dieselversorgung
Im Maincamp vom Hwange gab es Diesel (500 ppm; Benzin bestimmt auch, haben aber nicht danach gefragt). Außerhalb hatten wir auch keine Probleme, nur dass es manchmal nur 500 ppm Diesel statt den schwefelärmeren mit 50ppm (was wir bevorzugt tanken sollten) gab.

Menschen
Wir wurden außerordentlich freundlich behandelt und hatten nicht eine Situation, in der wir uns unwohl gefühlt haben. Trotz ihres schwierigen Alltages haben die meisten ein Lächeln auf den Lippen.

Straßenverhältnisse
Grundsätzlich sind die Straßen ok. Sie sind allerdings meistens nur einspurig und haben häufig „ausgefranste“ Seitenränder. Daher fanden wir das Fahren anstrengender als in zB in SA, noch dazu wenn Schlaglöcher auftraten und viel (Lkw-)Verkehr herrschte.

ATM:
Wir hatten uns im Vorfeld mit US$ eingedeckt, daher kann ich nichts dazu sagen, ob man US$ am ATM bekommen hätte. Ich hatte mich u.a. im Vorfeld beim Touirst Office von Zimbabwe in Frankfurt erkundigt. Von dort hieß es, dass man nur mit einer einheimischen Kreditkarte / Bankkarte US$ abheben kann.

Weitere Fragen beantworte ich gerne, soweit ich kann.
Gruss Chrissie
___________
Namibia 2012DVD
Suedafrika DVD
Botswana DVD
Letzte Änderung: 17 Okt 2016 17:15 von chrissie.
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17 Okt 2016 23:33 #448611
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  • Flori am 17 Okt 2016 23:33
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Danke für die Info, Chrissie!
Es scheint sich nicht viel geändert zu haben im Vergleich zu 2014.
So oder so - ich hoffe, dass sich das alles mal irgendwann zum Besseren entwickeln wird für das eigentlich so wunderschöne Land.

Gruß Doro
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