Namib Tom841 Beiträge · seit 200830. Jan. 2011 · #61
dirkmandy schrieb: Die Auskunft „bei Avis“ geben wir ihm natürlich sofort. Zack, schon haben wir einen neuen Reifen, der uns schlappe 1.450 NAD kostet!!! Das sind ja nur locker 160 EUR.
Hallo ihr Lieben;
tja, die 4X4 Reifen sind nicht günstig. Ich habe vor Weihnachten auch 2 neue gebraucht. Trotz " Summer-Special " mit 25 % Rabatt habe ich immer noch pro Stück N$ 1.170,- bezahlt.
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201030. Jan. 2011 · #62
Hallo Namib Tom, es geht uns ja gar nicht so sehr um den Preis. Es ist eher die Art der Nachfrage nach dem Autovermieter, die einen vermuten lässt, die Preise werden gewürfelt 😄
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201030. Jan. 2011 · #63
Freitag, 07.01.2011: Swakopmund
Heute steht eine Delfin-Tour bei Mola-Mola an! Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück fahren wir nach Walvis Bay. Auf dem Weg dorthin passieren wir mal wieder eine der vielen wirkungsvollen Polizeikontrollen. Die Herrschaften haben aber noch keine Lust zu kontrollieren und winken uns lustlos durch. Gut, denn wir sind spät dran. Dirk hat getrödelt. Ihm gefällt das afrikanische Zeitmanagement. Hoffentlich nimmt er das nicht mit nach Hause!! 🙂
Kaum steigen wir in Walvis Bay aus dem Auto, steht ein Kerl vor uns und sagt: „Hi, I'm Albert!“ Dirk antwortet promt: „Hi, I'm Dirk!“ Er merkt aber noch rechtzeitig, dass Albert Nüsse unter die Leute bringen will und unsere Namen zum Schnitzen braucht. Natürlich winken wir schnell ab, wir haben ja schon welche... 😄
Wir holen schnell unsere von Deutschland aus reservierten Tickets bei Mola Mola und beobachten den Wellengang. „Nicht so schlimm“ sagt Dirk. Als dann aber einige Leute mit kleineren Booten zu den großen Katamaranen gebracht werden müssen, weil die Wellen zu hoch sind, sieht die Lage schon ganz anders aus. Auch unser Boot, die „Olin“, muss mehrfach versuchen, an den Steg zu kommen. Beim dritten Versuch gelingt es und wir werden angetrieben, schnell ins Boot zu springen: „Go,go, go!!!“ Da fühlen wir uns fast wie bei der Marine 😄
Unser Kapitän heißt Rudi, Mutter Südafrikanerin, Vater aus NRW. Ein netter junger Typ mit Sinn für Humor. Wir sind nur zu acht auf dem Boot. Naja eigentlich zu sechst, denn die zwei Herren aus Südafrika sitzen die ganze Zeit auf dem Hochsitz (auf dem „Dach“) und trinken ein Bier nach dem anderen. Die feiern halt Ihre eigene Party. Auch nicht schlecht, dann haben wir mehr Platz 😄
Zu Anfang lockt Rudi Pelikane und Albatrosse an und füttert diese im Flug mit Fischen. Weiter geht die Fahrt zu den Auster-Farmen. Interessant ist es ja, essen möchte ich die Muscheln trotzdem nicht. Die nächste Attraktion lockt dann wieder ein „Oh, ist der Süß“ aus mir. Auf das Boot kommt Poppei, eine Robbe. Natürlich sind wir das erste Boot, auf das jemals eine Robbe gekommen ist. 😉 Wir finden es trotzdem toll, auch wenn es total Touri ist. Poppei verabschiedet sich dann schnell wieder. Wahrscheinlich wartet eine Dose Spinat auf Ihn 😄
Die zweite Robbe, „Spocky“ (wer denkt sich eigentlich diese Namen aus???), ist noch zutraulicher. Wir können sie sogar streicheln. Ich hätte sie auch gerne mit nach Hause genommen, aber der Rucksack ging nicht mehr zu. 🙂 Natürlich sehen wir auch jede Menge Delfine, 2 Pinguine und einen Mondfisch. Ein Highlight ist natürlich die Sichtung des Buckelwals. Die „Jagd“ der verschiedenen Touranbieter nach dem Wal hat dann schon etwas Komisches. 6 Boote fahren einem Wal hinterher und haben eigentlich keine Ahnung, wo er ist! 😄 Rudi hat seinen Job dabei Richtig gut gemacht. Wir sehen den Wal mehrfach!
Irgendwann müssen wir aber drehen und wieder Richtung Hafen fahren. Bevor wir anlegen, gibt es aber noch Sekt und Austern. Zum Glück gibt es noch genug andere Snacks, sonst müsste ich den Sekt auf leeren Magen trinken. Dann könnte der Weg vom Boot aber etwas schwieriger werden 😄 Dirk freut sich! Für Ihn gibt es genug Austern, denn der Zuspruch ist auch von den anderen Passagieren nicht wirklich groß.
Die Überredungskünste von Rudi und Dirk reichen dann aber, dass ich doch noch eine Auster probiere. Eine Zweite darf es dann auch noch sein: auf einem Bein steht sichs schlecht 😉 Ich stelle aber mal wieder fest: Austern, brauch ich nicht! Da auch Dirk keine 20 Austern essen kann, verschenkt Rudi unsere Reste an das zweite Boot von Mola-Mola. Wir hören die Passagiere schon von weiten. Das Boot ist mit einer deutschen Bus-Reisegruppe älterem Semesters (60+) besetzt. Die hatten eindeutig ein Gläschen zu viel 🙂
Hier Mondfische, Wale, Delfine, Robben und ganz seltene Fische unter Wasser:
Wieder in Swakopmund besorgen wir uns das Permit für den Namib Nakluft Park. Denn wir wollen die Strecke zur Rostock Ritz Lodge am Sonntag über die Mondlandschaft fahren. Wir reservieren auch gleich für heute Abend einen Tisch im Hansa Hotel. Dann geht es zum Shopen. Auf der Liste stehen Souvenirs. Ich entdecke dann auch in einem Geschäft eine Kleinigkeit für unser Wohnzimmer. Wie soll es anders sein: eine Holzgiraffe! 😄
Mit dem Kauf zögern wir noch ein wenig, steht doch mit dem Transport im Flugzeug eine Hürde vor uns. Die Verkäuferin versichert uns dann aber, dass es kein Problem gibt. Die Giraffe passt sogar problemlos ins Handgepäck 😄 Na dann! Also zücken wir das Portemonnaie. Gut verpackt tragen wir unser kleines Souvenir zur Unterkunft.
Wir sind aber nicht so schlimm wie bei Hummeldumm. Schließlich haben wir unsere Giraffe nicht am Flughafen gekauft. Nein, wir werden sie nur 3000 km durch Namibia fahren! 😄
Am Abend geht es dann fein zurechtgemacht ins Hansa Hotel. Hier wäre eine Reservierung nicht nötig gewesen, denn es sitzen nur ganz vereinzelt Leute im Restaurant. Dabei drücken wir den Altersdurchschnitt um gefühlte 50 Jahre. Das Ganze hat schon etwas von Seniorenheim. 😄 Und auch die Einrichtung erinnert mich an die Geburtstagsfeiern meiner Oma (76 Jahre). Rosen mit Schleierkraut, geschliffene Kristallgläser und Häkeldeckchen. Die meinen das mit Hansa Hotel anno 1905 ziemlich ernst 😄
Naja, macht ja nichts, solange das Essen gut ist! Wir bestellen beide Fisch. Dirk isst Scholle an Pilzrisotto und ich Steinbeißer an Tomatensugo. Als die Vorspeise kommt, greife ich nach meiner Serviette. Die ist so gestärkt, dass sie beim runterfallen in tausend Teile zerspringen würde. Mundabwischen fühlt sich an, als würde jemand mit Schmirgelpapier durch mein Gesicht fahren 😄
Ich ordere beim Restaurantleiter, der gerade an uns vorbei lief, eine neue Serviette und bekomme diese mit den Worten: „Oh, die knistert ja sogar“ 🙂 Er scheint aber der einzige neben uns im Saal zu sein, der Humor besitzt. Alle anderen Gäste maßregeln uns mit bösen Blicken. Wir haben trotzdem weiter unseren Spaß 🙂
Als dann auch noch eine Klavierspielerin beginnt zu klimpern, die es doch tatsächlich schafft in jedem Lied mindestens einen Fehler zu machen, gibt es für uns kein Halten mehr. Die gesamte Situation ist einfach zu komisch. Fehlt nur noch, dass Bismarck höchst persönlich durch die Tür geschritten kommt. 😄
Während der Klavier-Pausen läuft schöne Weihnachtsmusik. Zur Erinnerung: Heute ist der 07.01.2011. Schon wieder müssen wir uns wegschmeißen - es passt einfach alles!! 😛
Wenig später bekommen wir dann einfach die Rechnung hingelegt. Ein Rausschmiss!!! Nicht dass ihr glaubt, wir haben uns total daneben benommen. Wir haben uns in normaler Lautstärke unterhalten und „ab und zu“ gelacht. Aber das ist wohl nicht erwünscht 🙂 Hätten wir mal lieber wie die anderen Gäste griesgrämig in unser Essen geschaut. 😄
tolyviva100 Beiträge · seit 201030. Jan. 2011 · #64
Hallo, köstlicher Bericht. Vor allem der Teil, in dem du das Essen und euer deplatziertes Verhalten 😵 im Hansa Hotel beschreibst. Und die Photos der Mondfische, Wale, Delfine, Robben und weiteren seltenen Fische unter Wasser sind sehr gut gelungen. Kompliment. Und bitte weiter so. NB: Mich -als Neuling- interessiert auch, was die Fahrt "über die Mondlandschaft" bedeutet. Tolyviva
pollux1'678 Beiträge · seit 200731. Jan. 2011 · #65
Hallo Mandy, hallo Dirk,
das ist wirklich toll, dass Ihr Euer Versprechen für einen Reisebericht wahr gemacht habt. Noch dazu ist er so ausführlich und unterhaltsam geschrieben - ganz großes Lob! – Dürfen wir Euch jetzt eigentlich im Klub der Infizierten begrüßen? Bei unserer ersten Namibiareise habe ich mir auch eine starke Infektion geholt, aber sie ist erst richtig irreversibel bei unserer zweiten Reise nach Botswana geworden, nachdem wir richtig VIELE Elefanten erlebt haben. Die vielen Elefanten würde ich Euch auch noch wünschen.
Herzliche Grüße Beatrix
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201031. Jan. 2011 · #66
Hallo Beatrix, freut mich, dass dir unser Bericht gefällt. Und du vermutest richtig: Wir sind süchtig 😄 Wir haben auch tatsächlich schon wieder Pläne für unseren nächsten Afrika Urlaub. Schauen wir mal, wann es wieder soweit ist!
Hallo Tolyviva, danke für dein Kompliment. Uns macht das Schreiben des Berichts auch richtig Spaß. So können wir den Alltag noch ein wenig verdrängen 😄 Die Erklärung zur Mondlandschaft folgt morgen in unserem Bericht. Wenn du dann noch Fragen hast, beantworte ich diese gerne.
Beste Grüße Mandy
Ps: in 30 Minuten kommt der nächste Teil unserer Reise
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201031. Jan. 2011 · #68
Samstag, 08.01.2011: Swakopmund
Um 8:00 Uhr soll es mit der Living Desert Tour (little five) von Chris losgehen. Wir freuen uns schon sehr, schließlich haben wir im Forum nur Gutes gelesen. Als um kurz vor acht der erste Wagen von Living Desert an uns vorbei fährt, wundern wir uns schon. In Namibia ist jemand überpünktlich, das kann doch gar nicht sein 🙂. Der Jeep fährt dann aber auch an uns vorbei. Wahrscheinlich werden erst die anderen Teilnehmer abgeholt. Als das Auto dann aber zum zweiten Mal an uns vorbeifährt, ohne von uns Notiz zu nehmen, werde ich unruhig. „Oh nein, die haben uns vergessen“ und dabei haben wir die Tour gestern erst rückbestätigt 😄
Erst als dann Chris mit 15 Minuten Verspätung und einem völlig andern Auto vor uns steht, fällt mir wieder ein, dass es ja zwei Anbieter mit fast dem gleichen Namen gibt 😄
Das Auto ist mit 8 Leuten voll besetzt. Wir sind eine lustige Runde. Chris nennt uns auch gleich „die Verbrechergruppe“. Da wäre die angehende Journalistin aus Australien mit einem (ganz wichtig - nicht ihrem) Freund Lukas dem Investmentberater, die Anwältin aus Johannesburg und ihrer kanadischen Cousine (Bänkerin). Dirk komplettiert die „Geldräuber-Gruppe“ als Versicherungsvertreter. 😄 Ingrid, Irmela und ich sind von berufswegen eher langweilig 🙂.
Eine Frage darf aber auch von Chris nicht fehlen: Seid ihr frisch verheiratet? – Nein, aber vielleicht sollten wir langsam drüber nachdenken 🙂
Jetzt geht es los, wir fahren in das Revier des Swakop River. Wir sind keine 5 Meter gefahren, da halten wir auch schon an. Chris erzählt uns die Geschichte von „Müsli, Milch und Gästehaus“. Es ist sehr spannend, lernt man die Wüste doch mit ganz anderen Augen zu sehen. Nach den ersten theoretischen Kenntnissen steigen wir in den Wagen, um nun in die Dünen zu fahren. Wir kommen aber nicht weit, nach nur 3 Metern springt Chris aus dem Wagen, rennt auf eine Düne, gräbt und hält uns einen Gecko entgegen. Allein diese Einlage von Chris ist schon faszinierend. 😄 Es ist schön, einen Menschen kennenzulernen, der seinen Job mit einer derartigen Begeisterung macht.
Dieses Spiel „Einsteigen, 3 Meter fahren, Aussteigen“ geht ca. 1 Stunde. So finden wir noch Spinnen, Tok-Tok-Käfer und eine Sandviper.
Erst danach schaffen wir es tatsächlich in die Dünen zu fahren. Dort geht die Erklärung auch gleich weiter. In einem Experiment zeigt uns Chris die Zusammensetzung der Dünen. Mit einem Magnet fährt er über den Sand. Tausende Eisenteilchen hängen daran. „Jetzt starten wir den Relaxtest.“ heißt es dann. Jeder bekommt den eisenhaltigen Sand auf den Arm. Derjenige, bei dem der Arm am meisten durch den Magneten nach unten gezogen wird, hat gewonnen. Chris meint dann gleich in die Runde:“ Ich glaube Mandy gewinnt, so entspannt wie sie im Wagen herumlümmelt.“ Was wollt ihr, ich bin im Urlaub 😄
Hinter der nächsten Düne wartet dann eine Überraschung, die Chris fast zu Tränen rührt. Es ist Stompy, ein Chamäleon ohne Hinterfüße. Er hat es zuletzt vor 2 Monaten gesehen und freut sich nun es wiedergefunden zu haben. Ich würde Stompy ja umbenennen. Brad Pitt passt irgendwie besser. Wenn man beobachtet, wie von allen hektisch ein Foto nach dem anderen geschossen wird, hat das ganze schon etwas von Star und Paparazzi 😄
Anschließend fahren wir auf eine hohe Düne. Hier können wir die Weite und Schönheit der Sandwüste so richtig genießen. Es ist traumhaft. Ich ziehe sofort die Schuhe aus und lass mir den Sand durch die Zehen rinnen. Juhu, wir sind in Afrika 🙂
Nach dem doch recht besinnlichen Aussichtspunkt geht es mit einer wilden Fahrt durch die Dünen weiter. Es ist wie Achterbahn fahren, nur besser. Für diesen Tag werde ich das Grinsen aus meinem Gesicht nicht mehr herausbekommen. Allen anderen geht es genauso.
Am frühen Nachmittag sind wir dann wieder in Swakopmund. Noch völlig übersättigt von den vielen Eindrücken, beschließen wir den Nachmittag ruhig anzugehen. Vorher reservieren wir aber für heute Abend noch einen Tisch im „The Grapevine“, eine Empfehlung der Unterkunft.
Zum Sonnenuntergang gehen wir dann an den Strand. Denn, man glaubt es kaum, heute gibt es keinen Nebel!!
Auf dem Weg zum Steg spricht uns dann Stev an. Natürlich will auch er uns wieder Makalani-Nüsse verkaufen. Ich überlege schon, ob ich unsere Nüsse nicht einfach an den Rucksack hänge 😄 Dirk ist ausnahmsweise nicht auf ihn reingefallen, wenn er sich auch fast schon wieder zu einem Gespräch hat hinreißen lassen. Er quatscht halt mit jedem gern! 🙂
Bis zum Sonnenuntergang können wir dann aber nicht am Strand bleiben, denn wir haben den Tisch bereits für 19:30 Uhr bestellt. Leider verlaufen wir uns auf dem Weg zum Restaurant. Das liegt wahrscheinlich an meiner ausgewachsenen Links-Rechts-Schwäche, unter der Dirk schon öfter zu leiden hatte. Eine Karte habe ich natürlich nicht dabei und den Straßennamen weiß ich erst recht nicht mehr. Ich habe mir nur den Weg von unserer Unterkunft gemerkt. Irgendwann finden wir das Restaurant dann doch – auf der rechten Straßenseite, aber sollte es nicht eigentlich links sein…. 😄
Das muss man auch erstmal schaffen: in Swakop verlaufen!!
Als wir „The Grapevine“ betreten, begeben wir uns schon wieder auf eine Zeitreise. Diesmal in die Goldenen Zwanziger. Die Atmosphäre ist hier aber deutlich lockerer als im Hansa Hotel. Uns gefällt es. Wir bestellen unser Essen und suchen unseren Wein an der Theke beim Weintesten aus. Plötzlich steht das Pärchen vom Flughafen neben uns. Auch sie hatten bei Avis kein Auto bekommen. Wir erfahren, dass sie ihr Auto nun bei einem anderen Anbieter gemietet haben, da Avis ihnen nicht helfen konnte oder wollte. Es entspannt sich eine interessante Unterhaltung und mittlerweile können wir sogar über unser Autoproblem lachen. Wenig später gesellt sich dann ein drittes Paar aus unserer Unterkunft zu uns. Es stellt sich heraus, dass auch sie bei Avis nicht den gebuchten 4x4 bekommen haben. Stellt sich die Frage: Wo sind die ganzen Autos? Auch sie sind dann zu einem anderen Anbieter gewechselt. Dirk und ich waren wohl die Einzigen, die so mutig oder naiv waren, darauf zu vertrauen, dass das Auto nachgeliefert wird 😄
Naja, es ist ja alles gut gegangen. Und so genießen wir einfach unseren Abend bei einer guten Flasche Wein und ganz hervorragendem Fisch!
The Grapewine ist sehr zu empfehlen!!
Fazit Swakopmund Guesthouse: Uns hat es gut gefallen. Die Lage ist gut, innerhalb von 5 Minuten ist alles zu Fuß zu erreichen. Zimmer sind schön eingerichtet und sauber. Das Frühstück ist sehr gut, so dass man ab und zu die Zeit vergisst. Zu betonen ist die Hilfsbereitschaft der Angestellten. So haben sie für uns alle von daheim getätigten Buchungen (Mola-Mola, Living Desert Tour) rückbestätigt.
P.S.: Unsere Meinung vom 1. Tag in Swakopmund müssen wir revidieren. Swakop ist eine tolle Stadt, bei all den Aktivitäten die man hier unternehmen kann. Daher würden wir sie immer wieder auf unserer Tour einplanen!!!
Eine wunderschöne Reise mit so vielen tollen Erlebnissen und Erinnerungen !
Danke, dass ich daran teilhaben darf! Ich warte schon ganz sehnsüchtig auf jede Fortsetzung und gleiche im Kopf immer schon mal ab, was davon auch auf unserem Programm steht 😉 Lustig insbesondere deshalb, weil wir anders herum reisen werden ;-))
Ich freu' mich schon auf die nächsten Tage ! Und: Nochmals DANKE für die vielen Mühen, die Ihr Euch macht!!!! Und die Fotos sind auch toll ;-))
Oh ja, die Wüstentour mit Chris war einfach klasse. Da werden gleich Erinnerungen wach.
Ich habe auch selten jemanden gesehen, der derart die Wüste verinnerlicht hat.
Ein toller Tag, danke dafür
LG Ilka
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Steffi82672 Beiträge · seit 201101. Feb. 2011 · #71
Hi ihr zwei,
😄 also mittlerweile weiß ich, dass wir uns definitiv beim Rückflug nach München gesehen haben, nämlich in der Abflughalle als ihr schräg gegenüber von uns mit eurer eingepackten Giraffe gesessen seit und ich ständig neidisch zu eben jener rübergelinst habe 😉. (wir waren der große Blonde und die kleine Brünette 🙂 )
Christian hat mich nämlich den ganzen Urlaub über davon abgehalten so ein Teil zu kaufen mit der Argumentation, dass wir die nie gescheit verpackt für den Rückflug kriegen *grummel* - ihr wart dann der Flughafenbeweis, dass es doch geht 😉 !
Aber jetzt hab ich wenigstens noch einen Grund wieder nach Namibia zurück zu müssen (neben unzähligen anderen). 😄
Windhuk183 Beiträge · seit 200601. Feb. 2011 · #72
Gott sei Dank! Wir haben wieder Internet! Denn man bekommt entzugserscheinungen, wenn man den Bericht nicht weiterlesen kann! Danke für diesen lustigen, unterhaltsamrn, informativen Bericht. Einfach Spitze 🙂 Hoffe, das es heute weitergeht! Elisabeth
Namibian-Life- Travel,
ihr Partner im südlichen Afrika
namibian-life-travel@iway.na
Wir helfen gerne bei Anfragen und bearbeiten Routen nach Ihren Wünschen
http://www.namibian-life-travel.com
Gott sei Dank! Wir haben wieder Internet! Denn man bekommt entzugserscheinungen, wenn man den Bericht nicht weiterlesen kann! Danke für diesen lustigen, unterhaltsamrn, informativen Bericht. Einfach Spitze 🙂 Hoffe, das es heute weitergeht! Elisabeth
Hi Elisabeth, stand ja in der AZ 🙁 tröste Dich , wir waren letzte Woche auch 2 Tage OHNE Internet !!!!! Telekom ist hier auch oft am Schwächeln 😉 Lieben Gruß Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
dirkmandyThemenstarter290 Beiträge · seit 201001. Feb. 2011 · #74
Hallo Ihr Lieben, vielen Dank für die vielen lobenden Worte. Das motiviert mich wirklich.
@ Ilka: Chris ist echt ein super Typ. Selbst nach dem wir die Tour jetzt kennen, würden wir diese immer wieder machen. Ein absolutes Muss, wenn man in Swakopmund ist.
@ Steffi: ich erinnere mich dunkel, wer uns am Flughafen gegenüber saß 😄 Was die Giraffe angeht, hatten wir auch so unsere Bedenken. Das Erste was ich dann daheim gemacht habe, war die Giraffe auszupacken, um zu schauen ob sie es überlebt hat. 🙂 Alles war wunderbar, die Verkäufer haben da aber auch genug Erfahrung. Ich glaube, das war nicht die erste Giraffe die Afrika verlassen hat 😄
So, jetzt muss ich nur noch schnell Bilder hochladen und dann geht es weiter....
Der Plan ist Swakopmund heute zeitig zu verlassen. Die Tagesstrecke ist zwar mit 310 km nicht allzu weit. Die Straßenverhältnisse über die Mondlandschaft sollen aber katastrophal sein. Natürlich können wir auch direkt über die C14 Richtung Sesriem fahren. Die einzigartige Natur entlang der D1991 mit Mondlandschaft und Welwitschia, sowie der D1982 mit Wasserloch Hotsas und Ganab wollen wir uns aber nicht entgehen lassen. Beim Frühstück bleiben wir aber mal wieder kleben. Unsere Abendbekanntschaft aus Kalifornien erzählt über das Reiseziel USA.
So schaffen wir es erst gegen 10 Uhr auszuchecken. Tanken müssen wir natürlich auch noch schnell. Dabei stelle ich mal wieder fest, dass Tanken in Namibia ein echtes Erlebnis ist. Der Tank wird bis zum letzten Tropfen gefüllt. Dann noch ordentlich am Auto wackeln, es könnte ja noch was reinpassen. In meinem Kopfkino übertrage ich dieses Bild nach Deutschland. Ein echter Spaß. Ich beim volltanken unseres Smarts: Kräftig am Wagen wackeln, dabei aber aufpassen, dass man das Auto nicht versehentlich umschubst und immer daran denken jede Tankstelle mitzunehmen 😄
Natürlich verpassen wir die Straße zur Mondlandschaft die von der C28 abgeht. Ich war mal wieder zu langsam. So bleibt nur mein Lieblingsspruch: Bitte wenden!!!! Aber ich habe ja noch 10 Tage zum Üben. Irgendwann werden die Karte und ich schon noch Freunde 😄 Lange dauert unsere Fahrt dann aber nicht, denn heute muss ich ,typisch Frau, ständig auf Toilette. Da hilft nur eins: anhalten und hinters Auto! Das gute in Namibia, man sieht entgegenkommende Autos ja schon 10 Minuten bevor sie vorbeifahren. Genug Zeit also zum Pippi machen 😄
Die sogenannte Mondlandschaft ist ein nahezu vegetationsloses Gebiet, was uns das Gefühl vermittelt, dass wir auf einem fremden Planeten sind. Es ist so ganz anders, als wir Namibia bis jetzt kennengelernt haben. Aber das ist es ja auch, was uns an diesem Land so fasziniert. Auf kurzen Distanzen ändert sich die Landschaft immer wieder und dabei gleicht kein Ort dem Anderen.
Von der Mondlandschaft fahren wir die Abzweigung zur Riesen-Welwitschia. Uns reichen aber schon die kleineren Exemplare am Wegesrand. Also stoppen wir und schauen uns die Pflanze mal genauer an. „Aha“ denken wir uns. In diesem Punkt sind Dirk und ich wahrscheinlich Naturbanausen. Für uns sieht das Ganze halt sehr nach „Unkraut“ aus. 😄 Also sparen wir uns den Weg zur Riesen-Welwitschia und wenden. Der Weg ist heute ja auch weit genug.
Der Weg führt uns auch über die Blutkuppe. Ein Umweg der sich lohnt.
Die Straße entlang der Wasserlöcher Hotsas und Ganab ist schon toll. Wir können sogar einige Tiere sichten. Es sind die üblichen verdächtigen: Springbock, Oryx und Strauß 🙂. An den Wasserlöchern selbst, wie sollte es auch anders sein, ist nichts los. Nur die Überreste eines Zebras zeigen, dass es hier tatsächlich tierisches Leben gibt 😄 Vielleicht sollten wir langsam daraus lernen und keine Wasserlöcher mehr anfahren 🙂
Ganz zufällig erkennt Dirk am Straßenrand das Schild zum Kuiseb Canyon. Und da wir ja ständig jede Abzweigung fahren, begeben wir uns auch hier auf Erkundungstour. Die Fahrt hinauf zum Pass ist eine echte Tortur für meine Nerven. Ich muss ständig an unsere Reifen denken. Hoffentlich halten sie diese steinige und scharfkantige Auffahrt aus. Nach unserer ersten Panne bin ich ein wenig empfindlich, was Steine und Reifen angeht. Ist vielleicht eher ungünstig bei einer Tour durch Namibia 😄
Oben angekommen, bin dann auch ich wieder entspannt. Die grandiose Aussicht hilft einem aber auch dabei. Es wundert mich aber trotzdem, dass es für diesen Weg keine Allrad-Empfehlung gibt. In Namibia ist es doch üblich solche Wege mit Warn-Schildern zu versehen. Mit einem Polo hat man hier jedenfalls keine Chance heil hochzukommen 🙂
Die restliche Strecke auf der C14 verlangt Dirk einiges ab. Die Straßenverhältnisse sind katastrophal. Dagegen war die Fahrt durch die Mondlandschaft die reinste Entspannung. Auf dieser Straße ist volle Konzentration angesagt. Denn neben dem üblichen Wellblech gibt es hier riesige Löcher im Belag. Eine solche Fahrt macht keinen Spaß, da kann auch die landschaftlich schöne Fahrt durch den Ghaub Canyon nicht motivieren.
Nach 6 Stunden Fahrt erreichen wir endlich die Einfahrt zur Rostock Ritz Lodge. Wir sind beide erleichtert, war die heutige Etappe aber auch wirklich sehr anstrengend. An der Rezeption werden wir dann freundlich und mit Welcomedrink empfangen. Das tut gut! Wir beziehen dann schnell unser Zimmer und wollen auch gleich an den Pool. Dieser ist leider total überfüllt. Eine halbe Stunde vor uns hat nämlich eine Motorradgruppe eingecheckt. Pech gehabt 🙁 Bei dem Gedanken, dass die Fahrer diesen Weg auf nur 2 Rädern absolvieren mussten, habe ich dann aber Mitleid. Ihnen sei der Pool wirklich gegönnt.
So genießen wir eben den Ausblick von unserem Balkon. Dirk findet es so schön, dass er gleich einschläft. 🙂 Allzu viel Zeit bleibt ihm aber nicht, denn wir haben uns für den Naturdrive mit anschließendem Sundowner angemeldet. Es wird eine Privattour. Wir sind die einzigen Gäste, die mit John, unserem Guide, unterwegs sind. Wir fahren durch das erster Gatter, da meint John zu uns: „Schaut, da liegt ein Schlange!“ Ich kann sie aus meiner Perspektive leider nicht erkennen, bin aber froh im Jeep zu sitzen. Keine 5 Minuten später, am nächsten Tor, erzählt uns John, dass er hier letzte Woche beinah von einer Schlange gebissen worden wäre. Als Dirk dann auf die Frage von welchen Tieren die ganzen Löcher sind, die Antwort bekommt: „Feldmäuse und Schlangen“, ist es aus. Es fiel ein paar Mal zu oft das Wort Schlange. Wir hatten eigentlich vor, morgen früh eine Wanderung zu machen. Jetzt gibt es Plan B: AUSSCHLAFEN! 😄
Nach gut 2 ½ Stunden fahren wir zu unserem Platz für den Sundowner. Für uns gibt es Gin Tonic. John meint dann auch gleich: „Ich hab für euch die ganze Flasche Gin mitgenommen!“ Eigentlich wollten wir vom Sonnenuntergang auch etwas erleben 😄
Danach geht es gleich ins Restaurant. Von der Terrasse hat man einen tollen Blick auf einen unglaublichen Sternenhimmel. Neben einer Flasche Wein gibt es heute..
Vorspeise: Salat Hauptgang Dirk: Knoblauchsteak (wenn die Knoblauch sagen, dann meinen die Knoblauch 😄 ) Hauptgang Mandy: Oryx-Steak (300 Gramm Fleisch)
Wir platzen förmlich. Der Wein bekommt mir nach der anstrengenden Fahrt auch nicht wirklich. Ich verfalle in einen komatösen Zustand 😄 Im Bett angekommen, begebe ich mich sofort ins Traumland….
Fazit Rostock Ritz Lodge: Die Lodge ist schön und besticht durch ihre außergewöhnliche Lage. Allein um bei den derzeitig schlechten Straßenverhältnissen die Fahrtzeit nach Sesriem zu verkürzen, ist es super. Das Personal ist freundlich und alles sehr gepflegt. Trotzdem ist die Lodge für uns, im Vergleich zu allem bisher gesehenen, kein Highlight. Dass liegt wahrscheinlich daran, dass alles ein wenig eng gebaut ist.
super dein Reisebericht. Les ihn täglich und bin wie immer gespannt auf die Fortsetzung. Was mir bei solchen Berichten besonders gefällt ist die amüsante "Geschichte" die erzählt wird und natürlich die schönen Fotos 🙂
Topobär5'479 Beiträge · seit 200902. Feb. 2011 · #77
dirkmandy schrieb:
Eine halbe Stunde vor uns hat nämlich eine Motorradgruppe eingecheckt. Pech gehabt 🙁 Bei dem Gedanken, dass die Fahrer diesen Weg auf nur 2 Rädern absolvieren mussten, habe ich dann aber Mitleid. Ihnen sei der Pool wirklich gegönnt.
Ganz falsche Vorstellung. Der Hauptgrund für die meisten Motorradfahrer nach Namibia zu fahren sind die schlechten Straßenverhältnisse. Je schlechter umso besser. Eure beschriebene Tagesetappe läuft bei den Motorradtouren unter Erhohlungs-Etappe.
Motorradfahrer die gute Straßen bevorzugen, bleiben in Europa.